Wie es weitergeht…

… hab ich mir schon einige Tage immer wieder kurzzeitig überlegt.

Erst war der Gedanke, dass ich alle sehr privaten Einträge hier lösche, nur die unpersönlichen drin lasse, damit Betroffene weiter lesen können, dass es auch anderen so geht. Aber im Endeffekt hab ich aktuell keine Kraft und auch keine Lust dazu, die letzten eineinhalb Jahre Revue passieren zu lassen.

Dann hab ich mir überlegt, ne lange Blogpause zu machen, ohne zu entscheiden, ob ich jemals weiterschreiben werde. Aber irgendwie fühlt sich das auch nicht (mehr) ganz richtig an.

Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ich mir überlege, erstmal mit passwortgeschützten Beiträgen weiterzuschreiben – da Schreiben einfach nach wie vor das Ventil für mich ist. Allerdings nicht mit dem alten Passwort, sondern einem neuen.

Der Grund dafür ist, dass ich im Moment einfach nicht mehr möchte, dass jeder Zutritt zu meiner Gefühlswelt, meinen Gedanken und meinem Leben hat. Das ganze Jahr schon überlege ich mir jeden Satz zweimal, überlege, ob ich jemanden damit verletzen könnte, oder ob das was ich schreibe Auswirkungen auf mein soziales Leben haben könnte. Das sollte denke ich mal nicht der Sinn dieser Geschichte hier sein. Ich mache mir zuviele Gedanken darüber, was wohl andere über mich denken, wenn sie lesen was ich so treibe und das hemmt beim Schreiben.

Die Leute, die mich persönlich kennen und von denen ich möchte, dass sie mitlesen können, werden das Passwort von mir zugeschickt bekommen. Die Blogger, die hier mitlesen, vor allem die, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie ich, dürfen mich gern nach dem Passwort fragen – am besten mit dem Link zum eigenen Blog. Und die, die keinen Blog haben, sollten sich zumindest vorstellen und begründen warum sie mitlesen möchten – da lass ich dann am besten mein Bauchgefühl entscheiden.

Ich denke, das ist im Moment das, womit ich am besten leben kann – ohne dass ich aufhören muss zu bloggen.