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Momentaufnahme

Schon wieder sehr still hier, da sich mein Körper dazu entschlossen hat, noch mal zu „grippieren“ – sozusagen mit einer Grippe zu pausieren. René hat Montag angefangen es vorzumachen und mein Körper stimmt begeistert ein.

Ansonsten waren wir Samstag auf nem Geburtstag und es ging mir Angsttechnisch so dreckig wie lange nicht mehr. Ich fühlte mich extrem unwohl und kann nicht mal direkt sagen warum. Es ist ja nicht so, dass man unfreundlich gewesen wäre zu mir. Aber es waren einfach viele Leute auf engem Raum, von denen ich kaum jemand kannte. Dazu kam noch, dass es eine Themenparty mit dem Motto „Horror“ war, was ja eigentlich echt toll ist… aber an diesem Abend führte das dazu, dass mich das ganze Kunstblut noch zusätzlich triggerte. Während des Abends hatte ich ein endlos schlechtes Gewissen, weil ich mich so anstellte und sich René um mich kümmern „musste“ und am nächsten Tag war ich nur noch enttäuscht von mir selbst, weil ich eigentlich gedacht hatte, dass ich diese extreme Angst-Phase längst hinter mir gelassen habe.

Das Ganze konnte nur noch davon getoppt werden, dass ich mich Dienstag nicht beim Hausarzt anrufen traute, um nen Termin für mich auszumachen und gestern panisch meine Mutter um Hilfe bitten musste, weil René nen Notarzt brauchte und ich auch das nicht auf die Reihe bekam. (Es geht ihm übrigens schon wieder gut – Ischias). Willkommen am Angststand von vor 1-2 Jahren.

Allerdings kam ich heute wenigstens zu einer hilfreichen, wenn auch schmerzenden, Erkenntnis. Nachdem ich in den letzten drei Wochen Theater machte, weil René meinte es währe ihm viel zu früh um zusammenzuziehen, ist mir heute klar geworden, dass ich im Endeffekt versuchte nahtlos an die drei jährige Beziehung mit Martin anzuknüpfen. Und gleich danach musste ich anfangen zu heulen, weil mir desweiteren klar wurde, dass ich wieder bei Null stehe und im Endeffekt eigentlich alles verloren habe, was ich mir aufgebaut habe. Denn bis auf die Beziehung habe ich in den letzten 2 Jahren an nichts gearbeitet.

Ich will nicht wieder von vorn anfangen müssen : ( – wie trotzig das klingt, ja ich weiß. Und wenn ich mir jetzt wieder etwas aufbaue? Und dann ist es in 3 Jahren wieder weg? Wo soll das eigentlich hinführen… So ein Mist.

Wo setzt man am besten an, wenn man wieder bei Null ist?

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2 Kommentare zu “Momentaufnahme

  1. In dem man sein Leben nicht auf eine Beziehung stützt sondern nur auf sich selbst. Dann steht man nämlich auch nach dem Ende nicht wieder am Anfang. 😉

    Ansonsten… denke ich, dass du dich grad einfach extrem reinsteigerst. Ein „richtiger“ Panikanfall auf der Party. Verständlich. Enger Raum. Viele Leute. Körperlich wahrscheinlich schon angeschlagen – ob spürbar oder nicht egal. Dünne Haut und schon ist es so weit. Und das danach? Du hast im Kopf, dass du am Samstag so ängstlich warst wie schon ewig nciht mehr. In DEINEM Kopf bist du direkt wieder eine Null, die nichts begriffen hat und direkt am Anfang steht. Kein Erfolg kein gar nichts. Es ist nicht sonderlich verwunderlich, dass du nichts hinbekommst, wenn du so fest davon ausgehst, dass es so sein wird.
    Ernsthaft… ich kenne keinen Menschen der sich so konsequent so selbst geißeln kann wie du dich. Und ich würde dich gerne regelmäßig schütteln.

    Wo sind denn die ganzen positiven Erlebnisse? Und du kannst mir nicht erzählen, dass es keine gibt. 😉

    *drück*

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