Die Tage ziehen vorbei

Momentan fühlt es sich für mich so an, als würde mir die Zeit durch die Finger rinnen. Die Tage vergehen – meist unverrichteter Dinge -, ich werde wach, frühstücke, lege mich dann wieder hin, wache irgendwann am Nachmittag auf und ehe ich mich versehe, ist es schon wieder Abend und ich lege mich wieder hin. Ich bin irgendwie dauermüde, was sicher auch mit am trüben Wetter liegt … und wahrscheinlich am aktuellen Streß.

Zum bloggen fehlt mir die Muse und meist auch das Thema. Ich habe zur Zeit irgendwie Skrupel, mein ganzes Privatleben hier auszubreiten, wahrscheinlich auch deshalb, weil mittlerweile zu viele Leute mitlesen, die mich persönlich kennen… Nur soviel sei gesagt – die Beziehung, die in den ersten Wochen so einfach schien, ist plötzlich irgendwie gar nicht mehr so einfach. Das passiert wohl einfach, wenn zwei psychisch angeknackste Menschen aufeinandertreffen und gleichzeitig eine schwierige Phase haben. Es erschöpft mich ziemlich und macht mir auch Angst, dass es scheitern könnte. Angst davor schon wieder zu scheitern…

Oh verdammt bin ich müde… Das wird mir erst so richtig klar, während ich darüber nachdenke. Nicht nur körperlich, auch emotional. Ich fühle mich irgendwie ausgelaugt und schwach, zumindest grad im Moment. Ich hasse dieses dunkle, trübe Wetter.. es fühlt sich an, als würde mir dieses noch die letzten Reserven aussaugen -.-

Blogpost an einem produktiven Tag

Da ich heut sowieso schon so suuuuperproduktiv bin, dachte ich mir, schreib ich auch noch gleich nen neuen Artikel – ich hatte mir vorgenommen wieder regelmäßiger zu bloggen und wie man sieht klappt das nicht wirklich. Entweder ich habe nichts zu sagen, oder ich habe etwas zu sagen, was ich aber nicht in Worte kleiden kann oder es tritt Möglichkeit 3 ein und ich bin einfach zu faul.

In den letzten 10 Tagen war ich erstmal gepflegt krank – Grippe, oder als was man Halsschmerzen, Fieber, Schnupfen und Husten eben bezeichnet. Bis letzten Mittwoch war ich bei René in Nürnberg und somit hat sich wenigstens jemand (übrigens sehr aufopferungsvoll <3) um mich gekümmert. Ich möchte nicht behaupten, dass krank sein so „Spaß“ machte – dazu gings mir dann doch zu schlecht – aber es war erträglicher als allein zu sein.

Da mir die Tabletten ausgingen und auch die Katzen auf mich warteten bin ich dann Mittwoch wieder nach Hause gefahren und prompt gings mir durch das endlose draußen-rumgerenne wieder schlechter, weshalb ich dann hier auch noch einige Tage im Bett und das Wochenende ohne Besuch von Freunden, sprich allein, verbrachte. War aber nicht mal sooo schlimm. Wenn ich von René immer wieder heim fahr, gehts mir in den ersten ein, zwei Tagen immer recht mies, weil ich mich einsam fühle, aber nach ein paar Tagen pendelt sich das dann ein und ich komm eigentlich ganz gut klar in meinem Mädelshaushalt, also mit den beiden Miezeschätzen.

Die beiden dürfen übrigens seit ich wieder allein hier wohne des nachts mit ins Schlafzimmer, weil ich mich in den ersten Nächten ohne Martin so extrem verloren fühlte. Luna ist selig, da sie seit Martin weg ist extrem anhänglich und noch sensibler als vorher ist und so schläft sie die ganze Nacht brav auf dem Hocker am Fußende vom Bett. Morle hingegen macht die ganze Nacht Party und so mussten wir schon n paar mal „n ernstes Gespräch führen“, woraufhin sie dann wenigstens für ne halbe Stunde beleidigt abzieht. Danach taucht sie aber gleich wieder auf und fordert so jede Nacht ab 2 Uhr ihr Frühstück, das es aber erst um 5 gibt. Maunzen, Dinge vom Nachttisch werfen, auf mir rumsteigen, mich ablecken und an der Wand kratzen gehören zum „Steh-endlich-auf“-Programm, welches ich aber zu ignorieren versuche. Allerdings vermeide ich seit vorletzter Nacht Tassen mit Tee auf dem Nachttisch stehen zu lassen, denn da tauchte sie immer wieder ihre Pfoten ein und spritzte mir den Tee mit voller Inbrunst ins Gesicht. Man würde ihr einen solchen Einfallsreichtum gar nicht zutrauen, wenn man sie den ganzen Tag schlafen und rumliegen sieht… Aber nun genug der Katzengeschichten.

Jedenfalls lag ich ja wie gesagt in den letzten Tagen die meiste Zeit im Bett, aber seits mir wieder besser geht bin ich irgendwie richtig motiviert. So habe ich in meiner krank-Zeit richtig viel gelesen, in den letzten Tagen einige Rezensionen auf Vorrat geschrieben und heute war ich an den Containern und danach noch einkaufen, damit ich mich wieder gesünder als in den letzten Wochen ernähren kann. Außerdem hab ich hier sauber gemacht und mich sogar überwunden abzuspülen – in der Badewanne. Seit Silvester läuft der Wasserhahn in der Küche nämlich aus und dieser wird erst Ende Februar repariert (ohne dass größere Kosten auf mich zukommen, Mama sei Dank). Deshalb heißt es jetzt: auf die Badewanne ausweichen. Daran nervt hauptsächlich das hin- und hertragen des Geschirrs, ansonsten kann ich einigermaßen damit leben, weil das Bad ja sowieso neben der Küche liegt.

Mja… später treff ich mich noch mit Marco, damit wir weiter Papier mit schwarzem Tee Papier von Hand altern können. Unsere Geschäftsidee ist, Replika eines bekannten Filmtagebuchs anzufertigen – mehr dazu, wenn wir tatsächlich über den Vorgang des Papieralterns hinauskommen *g*.

Das wars erstmal wieder – belangloses Blabla aus meinem Leben.

Hallo 2012 – Der apokalyptische Start

Wieso bis zum 21. Dezember warten, wenn ich jetzt schon gepflegt apokalyptisch-beschissen starten kann?

Es ist (Artikel ist fertig und mittlerweile ist es 5:30) 5 Uhr nachts/morgens (?) und ich vermerke mir in mein kleines Hinterkopfnotizbuch, dass ich meine Nachttablette wohl nicht noch einmal mit Energydrink einnehmen sollte. Was hab ich mir dabei eigentlich wieder gedacht!? Ah.. ich weiß es: Gar nichts, wie so oft.

Ich bin unendlich müde bzw. mein Körper. Er fühlt sich so kaputt und erschöpft an und mir ist irgendwie schlecht. Außerdem kann ich die Ringe unter meinen Augen regelrecht spüren… Aber mein Geist ist ruhelos, irgendwie genervt von mir selbst und der Welt und meine Hände zittern fahrig über die Tastatur, während ich René aus dem Schlafzimmer selig vor sich hinschnarchen höre und mir denke „Fuck… ich würde auch gerne schlafen können…“

Dieses Jahr hab ich jedenfalls noch nicht ordentlich geschlafen. Gut – es ist erst 5 Nächte so extrem, mit dieser zumindest, aber es zehrt bereits an mir. Ich schlafe gegen 2 oder 3 ein, wache so um 5 wieder auf, lese weil ich nicht mehr einschlafen kann, bin gegen 7 so erschöpft dass ich mich wieder hinlege und dann schlafe ich bis in den frühen Nachmittag rein, um am Abend wieder nicht müde zu sein und das gleiche Spiel von vorn zu beginnen. Achja – und wenn ich dann schlafe, taumle ich ständig zwischen dösen und idiotischen Träumen, ich fühlem ich nicht wohl und finde keine bequeme Schlafposition, fühle mich irgendwie nicht richtig sicher…

Am liebsten würde ich eine ganze Packung Schlaftabletten fressen, nur um mal so richtig fest schlafen und mich wieder erholen zu können – aber das kann ich mir nicht leisten… haha -.- Ich kämpfe nämlich nicht nur emotional mit den Trennungs-Nachwehen, sondern auch finanziell, so dass mir nach Abzug der Fixkosten ganze 0,00 Euro für diesen Monat bleiben. Wenigstens gabs von Mama zu Weihnachten unter anderem eine Palette Katzenfutter – somit ist wenigstens für die gesorgt, die am wenigsten bzw. nichts für alles können.

Ist das die gerechte Strafe dafür, dass ich mich nicht tapfer durch eine Beziehung gekämpft habe, in der ich unzufrieden war? Oder gar die Strafe dafür, dass ich unzufrieden war?

Meine Nerven zahlen es mir zumindest schon mal großzügig heim. Ich bin weinerlich, unleidig und jeder Furz streßt mich, macht mich wütend oder nervt. Essgeräusche, zu feste Berührungen, schnarchen – was im Moment leider alles auf den Mann an meiner Seite zurückfällt – ich fühle mich wie ein radioaktiver Unfall in nervlicher Ausführung. Wahrscheinlich liegt das auch zum Teil daran, dass ich seit gut einer Woche 24 Stunden am Tag mit ihm zusammen bin und er nichts gegen ständige Nähe hat, was ich mir ja immer wünschte, aber einfach nicht (mehr?) gewohnt bin. Verzeih mir und bleib bitte weiterhin so tapfer…

Der andere Teil ist dann einfach die Tatsache, dass ich nicht damit umgehen kann, wenn sich Leute anders als nach dem Muster verhalten, das ich mir von ihnen zurechtgelegt habe. Das führt dann zu Desillusionierung (ich hatte gehofft du bleibst im Jahr 2011, aber da bist du schon wieder), Enttäuschung (nicht du auch noch) und Resignation (ach, was solls – dann nehm ich euch eben alle mit ins neue Jahr).

Und wenns schon so schön scheiße ist, nehm ich am besten auch noch gleich in der ersten Woche des neuen Jahres ne selbsterzeugte Schnittverletzung mit, nach über einem Jahr Abstinenz. Gedacht – getan. Obwohls eigentlich andersrum war. Und hier liegt das Problem der letzten Tage: Ich mache und dann erst denke ich – etwas das ich mir schnellstens wieder abgewöhnen sollte.

13. Februar komm schnell – ich hab das zweite DBT-Modul dringend nötig, bevor ich wieder alles mit meinem dämlich-dicken Arsch umreiße -.- …