Startseite » Kliniktagebuch » DBT-Vorbereitung: Tag 7

DBT-Vorbereitung: Tag 7

12. September 2011 – Montag

Nachdem ich mich gestern Abend wieder beruhigt hatte, spielte ich mit N. und J. noch Karten und es kam zum abendlichen Lachflash. Selbstverständlich war der auch wieder vorbei – gefolgt von „irgendwie depri sein“.

Heute war n voller Tag – zumindest für meine Verhältnisse hier. in der Morgenrunde habe ich angesprochen, dass ich meine gewaschene Wäsche nicht mehr in italienischen Kleiderschränken finden möchte. Natürlich hieß es wie immer „Iche ware nix“… na klar – Wäsche springt von alleine in fremde Schränke.

Nach der Morgenrunde bekamen die Borderliner ein Arbeitsblatt mit einer Achtsamkeistübrung, da die Achtsamkeitsgruppe wegen Personalmangel ausfiel. Es waren Worte vorgegeben, aus denen man eine kleine Geschichte bauen sollte und zwar ohne zu bewerten oder so. Fiel mir leicht.

Gegen 10 wäre eigentlich freie Ergotherapie gewesen, aber da der Raum von einem Patienten belegt ist, haben wir ein Würfel-Frage/Antwort-Spiel gespielt. Hat Spaß gemacht.

Nachm Mittagessen hatte ich meinen Termin bei Frau K. und wir legten die Ziele fest. Das übergeordnete Ziel lautet, das ich wieder am Leben teilnehmen und besser mit Borderline leben kann und als Etappenziele haben wir „Selbstakzeptanz“ und „Spannung und Gefühle regulieren im Kontakt mit Menschen“, wobei zweiteres wohl mein erstes Etappenziel wird. Aber fix gemacht wird das erst morgen, wenn ich die VA vorm Team vortrage.

Nachmittag kam endlich Schatz und wir fuhren in die Stadt. Aber schon im Parkhaus gabs den ersten Konflikt. Ich sagte so im Spaß „Na? Hast aber sportlich eingeparkt.“ und er reagierte gleich total sauer, von wegen „Musst du immer meckern!?“ Darüber erschrocken fing ich zum heulen an, weil ich so verwirrt war. Wir sprachen dann noch im Auto drüber, dass ich das nicht bös mein, wenn ich ihn ärgere und dass ich in der letzten Woche wieder mehr zu mir selbst gefunden hab und mir diese witzige Art an mir total gefehlt hat und in den Hintergrund gedrängt wurde durch die Krankheit. Das sah er dann ein und so wurde es ein richtig schöner kleiner Ausflug.

Umso trauriger war ich dann, als ich zur Psychiatrie zurück musste und Martin nach dem Abendessen ging. Ich zog mich dann ins Zimmer zurück, R. kam mir nach und musste sich dringend drüber beschweren, dass ich nach dem Föhnen vergessen hatte, das Waschbecken und ihren Nachttisch wieder sauber zu machen. Und natürlich reichte es nicht es einmal zu erwähnen, nein. 5 Mal den gleichen Satz in verschiedenen Variationen…

Hab mich bei der DiaryCards-Besprechung drüber ausgekotzt und bin dann aufs Zimmer um zu Schreiben. Ich hab grad total das Bedürfnis mich zu triggern und überlege zu Schwester I. zu gehen…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s