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DBT-Vorbereitung: Tag 3

08. September 2011 – Donnerstag

Letzte Nacht hab ich etwas besser geschlafen. Bin zwar wieder ein paar Mal aufgewacht und R. hat auch ziemlich geschnarcht, aber ich war nicht so ruhelos wie letzte Nacht. Der Morgen wurde mir aber dann damit versaut, dass ich auf die Waage bin und mehr als gestern hatte, obwohl ich nur zu den Hauptmahlzeiten etwas gegessen hab.

Die Morgenrunde war ok und um 10:15 hatte ich nen Termin mit Frau K., die eine viertel Stunde zu spät kam. Das hat mich schon etwas gestreßt. Während der Stunde ist es mir dann wieder so schwer gefallen, mich auf das zu konzentrieren, was sie sagte und hab das letztendlich auch angemerkt. Sie offenbarte mir, dass das keine Konzentrationsstörung sei, wie ich immer annahm, wenn mir der Blick vor den Augen verschwimmt, sondern dass das eine Form der Dissoziation ist… Ich sollte dann mal den Gang rauf und runter gehen, dabei wurde ich aber nur noch nervöser und zurück im Zimmer hab ich mich dann so hingesetzt, bis es irgendwann ok war.

Wir gingen dann den nächsten Schritt der VA durch. Das was ich gestern geschrieben habe, muss ich jetzt aufsplitten und die Gefühle und Gedanken in ein Raster eintragen. Montag bestimmen wir gemeinsam die Ziele, Dienstag kann ichs dann schon vor dem DBT-Team vortragen. Mja… und Mittwoch könnte ich dann reintheoretisch schon heim. Aber das will ich eigentlich gar nicht.

Und so meinte Frau K., weil ich die VA so schnell geschrieben hab, darf ich entscheiden, wann ich innerhalb der zwei Wochen heimgehen möchte. Ich denke, das wird dann übernächsten Samstag sein. Dann kann mich Martin auch holen.

Etwas fertig bin ich zum Mittagessen und danach sollten R. und ich in ein anderes Haus zum EKG gehen. Ich fühlte mich aber sehr unbehaglich draußen und in diesem anderen Haus noch mehr und so bin ich nach dem EKG nur noch zurück auf Station geflüchtet. Dort hatte ich dann gleich Bezugspflege, wo ich letztendlich in Tränen ausbrach.

Wir sind dann einige Trostskills (beruhigende Musik, Kuscheldecke, Wärmflasche) durchgegangen und als ich wieder im Zimmer war, hab ich mich in meine Decke gemummelt, Deine Lakaien gehört und so ein Chilligummibärchen probiert. Hab dann Musik gehört und mich auf die Schärfe in meinem Mund konzentriert und dann gings mir wieder besser.

Sogar so, dass ich Lust hatte in den Ergoraum zum malen zu gehen. Nachdem ich dort aber fertig war, gings mir wieder schlechter und während des Abendessens auch. Hab dann danach Martin angerufen und mit seinen alltäglichen Arbeitsgeschichten bekam ich irgendwie einen vertrauten Trost.

Hm.. was hab ich noch gemacht… Buch fertig gelesen, handschriftliche Rezension erstellt und jetzt Tagebuch geschrieben. Geht mir immer noch nicht so toll…

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