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DBT-Vorbereitung: Tag 2

07. September 2011 – Mittwoch

Die Nacht war nicht so toll. Bin total oft aufgewacht und hab mich dann total alleine gefühlt. Um 7 Uhr kam Schwester I. und hat sich erkundigt, wie meine Nacht war, hat mir dann aber noch etwas Zeit gelassen um richtig wach zu werden.

Dann zum Frühstück, Blutzucker messen, Blut abnehmen, Tabletten nehmen. Bisschen Pause, in der ich das Bett und mich etwas zurecht gemacht hab und dann um 9:15 Uhr Morgenrunde. Da sitzen alle im Aufenthaltsraum und es wird gesagt, wer neu ist, wer geht und außerdem wer wann welchen Termin hat. Das find ich ganz gut.

Um 10:15 Uhr hatte ich nen Termin bei Frau K. – meiner Therapeutin. Die ist auch sehr nett und wir gingen die Verhaltensanalyse durch, kurz VA, die ich dann heute noch schreiben werde. Beschreiben soll ich den Abend im Februar, als ich mir die Gehirnerschütterung geschlagen hab.

Als ich zurück zum Zimmer kam, war meine neue Zimmernachbarin, R., da. Älteres Semester und sehr, sehr gesprächig – aber wohl nett. Und ne halbe Stunde später hatte ich meinen Bezugspflegetermin mit I. Ich bekam ne Skillsliste von ihr und Chilligummibärchen und Finalgon, ne Wärmecreme, als Streßskills. Außerdem haben wir darüber gesprochen, dass mein neuer Leitsatz „Jetzt – Hier – Heute“ werden soll, wenn ich wieder anfange über Vergangenheit und Zukunft zu grübeln.

Danach gabs Mittagessen und jetzt werd ich mit meiner VA anfangen.

13:50

Bin fertig mit schreiben. Fühle mich traurig und verunsichert.

14:30

Es gibt hier ne sehr kuriose Patientin, ne alte Italienerin, die ständig am putzen ist. Am Anfang dachte ich, sie gehört zum Reinigungspersonal, weil sie immer mit ner Schürze und nem Lappen unterwegs ist, aber da hab ich mich wohl geirrt. Grad als ich mir nen Tee gemacht hab, was ich übrigens nur gemacht hab, um nen Grund zu haben ausm Zimmer zu gehen, kommt sie auch rein in den Aufenthaltsraum. Aufm Kaffeewaagen steht unten vom Mittagessen n Teller mit nicht aufgegessenen Maultaschen. Sie nimmts, Pfleger M. kommt rein und sie fragt nach nem Deckel für den Teller. Er schaut in den Kühlschrank – da steht auch schon n abgedeckter Teller und sie sagt so, dass das auch ihr gehört. Er dann so, dass sie sich dann ja schon was auf die Seite gestellt hat und doch keine zwei Teller voll essen kann und sie so „Doch. In Afrika sterbe de Kiinder!“ und er so „Ja, aber das hilft denen in Afrika auch nichts, wenn Sie hier doppelt essen…“ : D haha… Ansonsten ist die Station leer.. keiner da.

19:40

Der restliche Tag war ganz ok. Hab sehr viel mit R. geredet und beim Abendessen hab ich mich auch etwas unterhalten. Vorhin hab ich mit Schatz telefoniert. Wir hatten beide nicht viel zu sagen, aber das macht ja nichts. Ich bin irgendwie maulfaul und etwas müde. Den Abend werd ich mit Lesen ausklingen lassen.

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