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Unbehagliche Sinnlosigkeit

Ich fühle mich gerade sehr unbehaglich. Habe Probleme damit anständig zu atmen. Wage es nicht, mich großartig zu bewegen, weil es sich falsch anfühlt. Mein Magen flattert, ich atme sehr vorsichtig ein, weil ich dabei innerlich zittere.

Der Grund dafür ist wohl, weil heute einfach ein komischer Tag ist… Damit meine ich aber nicht das lustig-komisch. Ich fühle mich heute einfach seltsam. Weiß nicht so recht was ich machen soll, es fällt mir schwer meinen Blick auf etwas zu fokusieren. Beim Blick – genauso rastlos wie mein Geist.

Schon als ich heute aufwachte, war mir klar, heute ist der Tag an dem du es tun musst – du kannst es nicht mehr vor dir herschieben, denn du hast keinen Grund dazu – Martin ist ja wieder in der Schule… Ich spreche von etwas ganz normalen – eine E-Mail zu schreiben. Samstag beim einkaufen, hab ich das erste Mal, seitdem ich meine Lehre 2009 hinschmiss, meine Arbeitskollegin wieder gesehen und versprach ihr in der Eile und zwischen den vielen Leuten, ihr eine Mail zu schreiben.

Klar – eigentlich könnte es mir egal sein, was sie über mich denkt. Ich arbeite nicht mehr dort… Aber trotzdem habe ich Angst, dass sie schlecht von mir denken könnte. Dass sie mich nicht verstehen könnte und sich denkt, was für eine faule Sau ich doch bin – wo ich seit zwei Jahren keiner regulären Arbeit mehr nachgehe.

Wieder einmal fühle ich mich wertlos, so ohne Job. Was bin ich für ein sinnloser Mensch. Viele andere in meiner Lage versuchen wenigstens zu studieren oder einen Schulabschluss nachzuholen. Abi? Würde ich niemals schaffen… Ohne Abi kein Studium, welches ich mir ohnehin nicht leisten könnte. Ich würde gerne an etwas arbeiten, das mir im späteren Leben mal etwas bringt… Würde es gerne ausbauen zu Schreiben oder irgendetwas lernen, womit ich später einmal mit Tieren arbeiten kann.

Stattdesssen lese ich wie versessen und schreibe Rezensionen dazu. Doch ist das doch eigentlich alles nur Trug und Schein. Den größten Teil dieser „Arbeit“ verbringe ich im Bett mit der Katze auf dem Schoß. Würde ich das plötzlich nicht mehr tun, würde ich es eben nicht mehr tun. Wenn man es genau betrachtet, bin ich „Pseudobeschäftigt“. Ich könnte mich genauso gut den ganzen Tag am Arsch kratzen und es hätte den gleichen Sinn.

Eigentlich wollte heute mein kleiner Bruder vorbeikommen. Ich hab ihm vorgeschlagen, dass wir zum Tierheim fahren und mit nem Hund Gassi gehen könnten. Eine halbe Stunde später, hab ich im wieder abgesagt. Zu tief sitzt noch der Schmerz über den Traum der mich in der Nacht begleitete. Es ging um meinen Vater und er fröhnte seinem Egoismus in den schillernsten Farben. Mehr werde ich dazu nicht schreiben – es hat ja sowieso keinen Sinn…

Was für einen Sinn hat eigentlich dieser Blog!? Könnte ich ihn nicht eigentlich genauso gut löschen?

Grüße, eure Sinnlosigkeit.

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Ein Kommentar zu “Unbehagliche Sinnlosigkeit

  1. Also, ich finde dein Blog gut. Es ist natürlich deine Sachen, ob DU es schreiben willst oder nicht, aber ich find es gut und nicht sinnlos.

    Und ich meine, du musst dir sagen, dass es irgendwo auch egal ist, was die Leute denken. Viel wichtiger ist, das man sich selber halbwegs gut fühlt, mit dem was man tut.

    Liebe Grüße!

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