Ostern 2011 und ich… und die Wookies

Als ich heute aufstand hatte ich übelste Laune, da Martin Mittag zur Arbeit musste – Ostern allein, das erste Mal seit… überhaupt, wenn ich mich nicht irre.

Ich bin zwar offiziell katholisch, wurde aber nicht streng danach erzogen und konnte mich auch nie viel mit dem christlichen Glauben anfangen. Meine Großeltern mütterlicherseits dagegen sind praktizierende Christen und stehen dem auch kritisch gegenüber, dass ich „nicht zur Kirche gehe“. Das mit der Naturreligion wissen sie nicht, aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls ist es in meiner Familie mehr oder weniger Tradition, sich an Weihnachten und Ostern zu treffen und so vermisse ich vor allem Oma und meine Lieblingstante (ich weiß, du liest mit <3) heute sehr. Aber ich komm eben nicht hin – es ist n ganzes Stück weit weg und Martin brauchte das Auto für die Arbeit. Es führt auch kein Zug dort hin, da sie draußen am Land wohnen. Ich war zwar erst vor zwei Wochen dort, aber heute ist doch Oooostern und mir sind solche „Rituale“ total wichtig.

Das Wetter ist traumhaft… Ich hätte total Lust draußen zu sein – zum See fahren oder so und im Schatten die warme Luft genießen und lesen oder einfach nur kuken. Aber wie gesagt – kein Auto. Auch auf das kleine Rasenstück vor unserem Küchenfenster kann ich nicht, weil das von den „Wookies“ besetzt wird.

Die Wookies sind ein Pärchen, das in unserem Wohnblock lebt. Ich weiß nicht ob sie Geschwister sind oder eine Beziehung führen – man sieht sie nur ständig zusammen, aber keine Nettigkeiten austauschen. Er ist nicht fett, aber trotzdem kugelrund. Also der Torso… und der Kopf – wie ein Schneemann mit kurzen Beinen. Sie hat ne quietschige Stimme und hat meist n zerrissenes T-Shirt und natürlich ne Hose an. Achja – und er hat ne LAUTE Stimme. Egal was er sagt – die ganze Nachbarschaft hat Teil daran. Besonders die Nachbarn, vor denen Küchenfenster sie sitzen. Vom Alter her sind sie schwer einzuschätzen. Ich würde sagen so Anfang 30 – aber im Kopf so um die … 15-18. Wie gesagt. Schwer einzuschätzen.

Aber sie sind nicht allein da draußen auf dem kleinen Stück Gras. Sie haben ihre Tiere dabei. Unzählige Meerschweinchen und einen Hasen, den sie an der Leine durch den Hinterhof führen. Wäre ja ganz drollig, wenn sie nicht so durchgeknallt wären. Ich wohne im Erdgeschoss und sie steht gern an meinem Fenster und spricht mit den Katzen. Dabei stört sie auch nicht, dass ich in der Küche bin und dort rumhantiere. Da stimmt doch was nicht -.-…

Aber egal – darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben, ist aber n guter Grund um die Überschrift nochmal zu ändern. Eigentlich wollte ich nur verlauten lassen, dass es mir ganz gut geht, ich mich selbst generalüberholt habe mit Haare färben, enthaaren und eincremen. Jetzt dufte ich göttlich, es brennt mittlerweile schon das zweite von den Patchouliräucherstäbchen, die ich von Svü bekommen habe und höre gute Musik.

Habt Teil daran:

Und mein absolutes Lieblingslied zur Zeit: ❤ ❤ ❤

Traumtagebuch

Hallöchen an diesem sonnigen (<3) Karfreitag, an dem ich möglicherweise, total aufsässig wie ich bin, eine Scheibe Wurst zum puren Trotz essen werde. Der Liebste ist arbeiten, aber mir gehts trotzdem ganz gut und bekomme jetzt dann gleich von meinem Lieblingspärchen „ChrisTimur“ Besuch.

Mittwoch in der Therapie hab ich meine extreme Traumaktivität erwähnt und Frau N. meinte, das würde von den Tabletten kommen. Also nicht, dass ich träume, sondern dass ich mich daran so detailiert erinnere. Denn man erinnert sich ja nur daran, wenn man nach dem Traum kurz aufwacht – und ich wache total oft in der Nacht auf.

Nun soll ich anfangen ein Traumtagebuch zu führen und nachdem ich das eine Zeit lang gemacht habe, wollen wir versuchen, meine Träume zu beeinflussen. So in richtig luzides träumen. Luzides Träumen ist, wenn man im Traum weiß, dass man träumt und so den Traum nach seinen eigenen Wünschen steuern kann. …da würden sich ungeahnte Möglichkeiten eröffnen…

Aber was ich mich jetzt frage ist, wie ich das Tagebuch führen soll. Neben dem normalen Tagebuch, das ich ohnehin schon handschriftlich führe, wäre ich mit einem zweiten (Traum)Tagebuch wohl den halben Tag am Schreiben. Also habe ich mir überlegt, ob ich nicht einfach hier in meinem Blog die Kategorie „Traumtagebuch“ eröffnen soll.

Hat von euch schon mal jemand darüber nachgedacht, oder kennt ihr jemanden, der das macht? Interessiert das überhaupt jemanden oder wäre es eher ratsam die Kategorie mit einem Passwort zu versehen, da es sich ja doch um extrem persönliche Sachen handelt… Ich bin noch am grübeln – aber da ihr meine Leser seid, bin ich über Tipps immer Dankbar : ).

Schönen Feiertag noch <3.

Es herrscht wieder Frieden im Land oder/und/aber Extreme Traumaktivität

Eigentlich gehts mir zur Zeit ganz gut. Klar, ich hab immer wieder kleinere „Aussetzer“, aber die meister ich dann ganz gut, indem ich mich entweder zurückziehe um wieder runterzukommen, oder indem ich Martins Nähe suche. Je nachdem, ob ich gerade aggressiv bin oder ein Stimmungstief habe. Naja – das Wetter ist gut und dementsprechend gehts mir eben auch.

Martin hatte in den letzten beiden Tagen frei und Luzifer ist auch wieder ausgezogen. Ich hab die angespannte Stimmung zwischen den Tieren in unserer kleinen Wohnung einfach nicht vertragen und da musste ich mich zwischen Tierliebe und meinem Wohlergehen entscheiden – ich habe mich für mein Wohlergehen entschieden (auch wenn jetzt wohl viele Obertierschützer empört aufschreien…). Jetzt wohnt er wieder bei seinen alten Besitzern, die es jetzt, nach der Kastration noch einmal mit im versuchen wollen.

Aber irgendwie ist doch niemals wirkliche Ruhe in mir. Jetzt, wo äußerlich alles in Ordnung ist, fängt es wieder an in mir zu arbeiten. Ich träume zur Zeit z.B. extrem viel. Entweder vom anstehenden WGT, dem Klinikaufenthalt, der mir dieses Jahr höchstwahrscheinlich noch bevor steht oder ich träume die „Martin hat mich verlassen-Geschichte“ weiter. Heute Nacht z.B. war ich allein aufm WGT und hab nen verflossenen Liebhaber wiedergesehen – mit dem ich dann gleich ganz spontan was am laufen hatte. Mich würde interessieren was das zu bedeuten hat. Ich glaube, das werd ich wohl nachher in der Therapie mal ansprechen – da hab ich in zwei Stunden nen Termin.

Zum Abschluss noch ein Lieblingslied ❤ – Him beim Autofahren hören ist toll : ).

Mein Leben im Kriegsgebiet und der Freu-Grund des Tages

Hab richtig lange nichts mehr geschrieben… Das hat aber keinen schlechten Hintergrund – denn letzte Woche gings mir so gut, dass ich jeden Tag mindestens einmal draußen war. An mehreren Tagen war ich sogar alleine mitm Auto unterwegs und hab Freunde besucht. Was so ein bisschen Sonne alles bewirken kann…

Seit Montag leben Martin und ich im „Kriegsgebiet“ das meine Katzen aus der Wohnung gemacht haben. Ich hab den Epileptiker-Problemkater Luzifer bei mir aufgenommen, da sein Reiseticket ins Tierheim geführt hätte. Er pinkelte seinen Besitzern sein fast zwei Jahren die Wohnung voll und röhrte jede Nacht derart herum, dass man es im ganzen Haus hören konnte. Aber ich war der Meinung, dass das Gepinkel daran liegt, dass er mit der Unordnung in deren Wohnung nicht klar kam und dass er deshalb ständig rumplärrte, weil er sich allein fühlte. Also bekommt er hier ne Chance.

Nachdem er den ganzen ersten Tag unterm Sofa verbrachte, traut er sich heute wenigstens schon auf der Fensterbank und dem Fußboden im Wohnzimmer rumliegen. In sein Katzenklo hat er auch schon einmal brav gepinkelt. Was mir nur Sorgen bereitet ist, dass er seit er hier ist noch kein einziges Stückchen gefressen hat. Ob er trinkt kann ich auch nicht feststellen, aber wenn er gepinkelt hat, wird er wohl was getrunken haben … (?) Luna sitzt, seit er da ist, immer ein bis zwei Meter entfernt von ihm und lässt ihn nicht aus den Augen und sobald er sich auch nur einen Schritt bewegt, knurrt, faucht und spuckt sie. Morle hält sich im Hintergrund. Ich merke selber, wie eine total knisternde Anspannung in der Luft hängt und fühl mich jetzt, am dritten Tag, irgendwie schon richtig unwohl hier.

Am Samstag wird Luzifer erstmal kastriert und ich hoffe, dass sich dann auch das nächtliche Rumgeschreie gibt. Diese Woche hat Martin noch Nachtschicht, aber er meinte, wenn er Nachts hier schlafen muss und es wegen dem Kater nicht kann, muss er doch gehen.

Aber jetzt zu etwas Erfreulicherem. Ich hab nämlich vor einer Woche oder so bei Svü einen Hauptpreis gewonnen : ). Und der kam heute an und ich schwanke immer noch zwischen Freuden-Quietschern und in Tränen auszubrechen, weil ich so gerührt bin. Sie hat nämlich haargenau meinen Geschmack getroffen und der Antistreßball ist schon in Betrieb, hier im Krisengebiet. Da ist einfach alles drin, was ich liebe – von duftigen Sachen, über Süßes, zum Tee und für die Katzen is auch noch was dabei. Danke, danke, danke, danke, danke liebe Svü : ). Sooooo toll. Außerdem hab ich jetzt deine Adresse und ich schreibe total gerne Postkarten : P.