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Mein allein-o-Wochenende oder allein sein und nicht allein sein

Jap, richtig gelesen. Ich verbringe dieses Wochenende ein allein-o-Wochenende – das „o“ steht für: oja ich liebe Wortneuschöpfungen

Das heißt also: Ich bin allein daheim (das reimt sich ja und was sich reimt ist laut P. Muckl gut, nicht?). Und wenn ich ganz ehrlich bin, gefällt es mir meistens allein zu sein. Ich kann vorm PC sitzen, Kreuzworträtsel machen, lesen, nebenher Musik hören und wenn ich es still haben möchte, dann ist es herrlich still.

Noch vor ein paar Jahren hatte ich immer den Fernseher im Hintergrund laufen, weil mich Stille irgendwie immer „anschrie“. Kennt ihr das? Wenn man da sitzt und die Stille trotzdem total laut und unangenehm in den Ohren ist? Ich weiß nicht wovon das kommt… ist es das Blut, das man in den Ohren rauschen hört? Keine Ahnung. Jedenfalls hab ichs mittlerweile seit längerem gern still. Vogelzwitscher- und Draußengeräusche sind übrigens erlaubt. Wenns nicht grad n laufender Motor oder ne Kettensäge ist – was bei unseren Nachbarn schon mal vorkommt. Sie sägen gerne Holz… mitten in der Stadt… Früher nannten wir sie „die dicken Kinder aus Landau“ (vllt kennt die noch jemand?), aber heute nicht mehr, denn die beiden dicken Kinder sind ausgezogen und nur das Dünne blieb zurück… nerven können sie trotzdem noch.

Ja.. wenns mir gut geht, bin ich in aus-dem-Nähkästchen-plauder-Laune. Zurück zum Thema. Ich hab aber ganz offensichtlich ein Problem mit Veränderungen. Denn wenn Martin da ist und sagt, er möchte am Wochenende zu seinen Rollenspiel-Freunden fahren, mach ich immer ein riesengroßes Theater. Ich interessiere mich so gar nicht für Pen&Paper und frage dann aber trotzdem, ob ich mit darf. Obwohl ich genau weiß, dass er sagt „Nö, bleib daheim. Ich möchte allein fahren.“ Weil er genau weiß, dass ich dort nur aus Langeweile ne Szene machen würde… und ich weiß das auch und möchte eigentlich auch gar nicht mit, weil ich wie gesagt damit nichts anfangen kann. Aber dann mach ich trotzdem ne Szene von wegen „Nie willst du mich wo bei haben“ (was so auch nicht stimmt) und bin dann die ganze Woche vor dem -ende geknickt und brech immer wieder Streit vom Zaun. (…um mich selbst zu bemitleiden? Keine Ahnung.)

Sobald er aber dann weg ist… -> gehts mir prima. Ich vertreib mir die Zeit mit Dingen, die mir Spaß machen und genieße die Ruhe… Wenn ich mal n paar Tage allein bin, hab ich seltener Durchhänger, als wenn Martin daheim ist, oder Freunde zu Besuch sind.

Es ist nicht so, dass ich Martin und meine Freunde nicht gerne um mich hätte (!!!), aber vor allem zur Zeit, zieh ich, wenn ich jemanden um mich hab meistens nen Flunsch, lass mich leicht aufregen, mach Szenen und hab auch so ständig n anderes psychisches Wehwehchen. Oja, ich bin ne unangenehme Verlobte und Freundin! Auch wenn ihr sagt, ihr findet das nicht so schlimm – ich weiß dass ich mich oft echt dämlich benehme…

Ich hab aber keine Ahnung, warum ich oft so mies drauf bin, wenn ich Gesellschaft hab und übrigens hab ich meistens das Bedürfnis zu essen, wenn ich nicht alleine bin. Ist das vllt ne Übergangshandlung? Bei Katzen ist das ja so, dass sie oft Übergangshandlungen machen. Die sitzen da, fahren auf einmal zusammen, lecken sich kurz wie bekloppt das Bein und gehen dann los. …irgendwie witzig, wenn ich mir vorstelle, dass ich das genauso machen könnte : D…

Quassel, quassel, quassel… Ja, man merkt dass ich allein bin – denn so hab ich niemanden zum vollquatschen und muss meinen geistigen Dünnschiss hier ablassen.

Glückwunsch, wer tatsächlich bis zum Ende kam – zur Belohnung Musik. (hat was „him-iges“, nicht?)

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7 Kommentare zu “Mein allein-o-Wochenende oder allein sein und nicht allein sein

  1. Hallo Tanja,

    ich habs bis zu Ende gelesen – schön dass es Dir wieder besser geht – bei mir ist es zur Zeit – genau umgekehrt – ich weiss gar nichts mehr mit mir anzufangen – bin tief im Keller – tiefer ganz fast nicht mehr gehen – habe wieder Therapie in Simbach bei Fr. Dr. T…. – und wahrscheinlich haben wir ein Thema angeschnitten – was mich total lähmt. Aber nun zu Dir – ich finde Deine „Geschichten“ super und schön zu lesen – ich freue mich immer wenn in meinem Postfach was von Tialda liegt. Danke für Deine Beiträge und mach weiter so – ich habe zwar zur Zeit Schwierigkeiten beim Lesen aber das schaffe ich noch. Alles Gute Dir und mach weiter so – ich drück Dich ganz fest.

  2. Jaaah ich kenn das mit der Stille … ich mags eigentlich auch nicht, wenn zu still ist…es ist so bedrückend! Aber jetzt kann ich häufiger Stille vertragen als früher…ich werde wohl alt 😀
    oder vllt auch wir 🙂
    Das Lied .. naja es ist dieselbe Art Musik, ja aber ich mag es 🙂 For My Pain ist ganz cool….kennst du Reflexion? Da singt derselbe Sänger – Juha – und es hört sich uiemlich ähnlich an…toll ❤ Finnen halt 🙂
    Liebe Grüße 🙂

  3. Auch ich hab bis zum Ende durchgehalten. Leider kam es wie immer schneller als gedacht.
    Du weist doch: ich liebe es, wie du schreibst ❤

  4. Oh nein, da muss ich dir widersprechen. Auch Mütter finden nicht alles toll, was ihre Kinder machen….. sie sehen es oft nur anders. 😉

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