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Planänderung – Urlaub gibts erst im Juni

Erstmal vorweg: Es geht mir wieder besser. Zwar nicht gut (oder das, was ich als gut bezeichne – Borderline und Sozialphobie sind ja immer da), aber doch schon bedeutend besser, als noch vor einer Woche.

Den Dank dafür sende ich an Martin – der mir den Haushalt zur Zeit abnimmt und noch lieber als sonst zu mir ist und an Timur und Christiane, die sich die letzten Tage bei mir um die Ohren geschlagen haben und mich aus meinem Tief rausgezogen haben. Achja… und dem Lauf der Zeit kann ich wohl auch noch ein kleines „Danke“ hinterherrufen, denn die extreme Depression, die ich noch vor einer Woche hatte, ist irgendwie beinahe wie verflogen, ohne dass ich etwas dafür tun musste. Ich lag nur rum, spielte Onlinegames und futterte süße Teilchen, die Schatz mir beschaffte – Balsam für die Seele, kann ich nur empfehlen.

Und so habe ich heute beschlossen, dass es an der Zeit ist, so langsam wieder aufzustehen, der Rentenversicherung den Stinkefinger zu zeigen und mein Leben wieder aufzunehmen.

Das heißt auch, dass ich mir den Klinikaufenthalt sparen werde, um den Notfallplatz jemandem zu überlassen, der entweder schon Ewigkeiten wartet oder den Platz wirklich richtig dringend braucht – so wie es bei mir letzte Woche war. Ich hätte wohl gleich bei meiner Therapeutin in der Klinik bleiben sollen, aber das ist jetzt egal – die Krise ist am abklingen.

Zwar sind einige Symptome noch da, die ich vor der Krise längere Zeit nicht mehr hatte, aber diese werden wohl auch im Lauf der Zeit wieder abklingen – zumindest hoffe ich das. Ich bin noch etwas nervös – auf einer 1-10 Skala vielleicht so um die 4 – und fühl mich unwohl, wenn alle Freunde (wir sind dann zu sechst) hier sind. Das äußert sich dann so, dass ich die Situation entweder für ne Zeit verlassen muss, also aus dem Raum gehe oder dass ich anfange zu Dissoziieren (und mir das aufstehen und rausgehen damit spare), also anfange vor mich hinzustarren und mit den Gedanken abdrifte. Doch ist die Dissoziation keine neue Unbekannte – wir kennen uns ja schon länger…

Warum ich den Klinikplan letztendlich abgebrochen habe, ist, weil ich nochmal über Svü’s Kommentar nachgedacht habe und sie recht hatte. Ich wollte aus Gewohnheit in meine alte Klinik um mir dort ne urlaubige Zeit zu machen. Ich würde dort nicht an mir arbeiten und ich habe Bedenken, dass es mir nach dem Aufenthalt schlechter geht, weil zu vieles aufgewühlt wurde (und bei mir gibt es immer etwas aufzuwühlen) und ich mir somit meinen richtigen Urlaub – das WGT – versaue. Außerdem müsste ich die Ratten für die Zeit wo anders hingeben und die Katzen auch und das ist es mir alles nicht wert – da würde ich ständig nur nachdenken, obs den Tieren gut geht.

Deshalb lautet der neue vorläufige Plan: Ich warte bis zu meinem nächsten Therapietermin am 30.03. ab und frage dann nach, ob ich in nächster Zeit nicht mehr Termine haben kann, so jede Woche oder alle zwei Wochen (aktuell treffen wir uns nur einmal im Monat), zumindest bis das Dissoziieren wieder aufhört oder so. Und wenn ich das nächste Mal eine derbe Krise habe, dann geh ich sofort in die Klinik hier um die Ecke, wo ich auch nen Platz bekomm, wenn ich ihn brauche.

So. Neuer Mut und Antrieb sind (zumindest heute) da. Jetzt muss ich nur noch anfangen weiterzuleben.

Die Ziele:
x den Haushalt wieder ohne großartige Hilfe schaffen
mit
– Wäsche waschen/aufhängen/abhängen
– spülen und Ablagen sauber halten
– einmal wöchentlich Staubwischen und -saugen
– Bad wenn nötig kurz saubermachen
– Ratten einmal wöchentlich sauber machen
x wieder 3x täglich nach Methabolic Balance-Plan für mich kochen
x und somit noch etwas abnehmen bis zum WGT
x genügend trinken (3-4 Liter am Tag)

Puh.. ist ganz schön viel -.- Ich glaub ich fang mal mit mehr trinken und mindestens einmal am Tag kochen an. Kleine Schritte…

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5 Kommentare zu “Planänderung – Urlaub gibts erst im Juni

  1. Dass ist sehr, SEHR schön das zu lesen!
    Ich freue mich sehr für Dich und dass Du auf dem Weg der Besserung bist.

    Ist das nicht auch ein bestärkendes, tolles Gefühl?
    Sich selbst aus so einem Loch „raus zu ziehen“?
    Zu sehen, wo man noch vor einer Woche stand, und wo man jetzt, heute steht? Manches doch mit anderen Augen sieht als noch vor einer Woche?

    Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir ALLES GUTE *malsachteknuff*

    LG Tanja

    • Danke, dein Kommentar baut mich auf 🙂
      Und ja – es is… erstaunlich zu sehen, dass ich auch so rausgekommen bin. Früher wär das nicht gegangen.

  2. Schön, dass es dir besser geht =)

    Dein Vorhaben klingt für mich gigantisch. Jeder einzelne Punkt davon funktioniert hier bei mir auch ohne Krise nicht *lach*
    Aber ich drück dir alle Daumen 🙂

    • Bei mir klappt auch nich alles auf einmal – das Bad bleibt z.B. meistens auf der Strecke. Ich pick mir halt dann jeden Tag eine Aufgabe raus, von der ich mir denk „Mensch, das MUSS jetzt sein“ und wenns dann immer noch nicht klappt, drück ichse Martin auf..

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