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Verdammte innere Unruhe

Danke für eure lieben Kommentare zum letzten Artikel – irgendwie habt ihr alle irgendwo recht. Nachdem ich etwas im Internet rumgesucht habe, was Kliniken angeht, hab ich mich trotzdem für „meine“ Klinik entschieden. Für größere und intensivere Suchen hab ich im Moment absolut keinen Nerv.

Wo ich auch schon beim Thema wär. Ich hab ne derart abartige innere Unruhe, ich könnte die Wände hochgehen. Äußerlich macht es sich nur bemerkbar, dass ich mit meinen Zehen andauernd auf den Boden trapple oder, sofern ich die Hände frei habe, das gleiche mit den Fingerspitzen veranstalte. Fällt mir nur noch leicht auf – es hat sich verselbstständigt.

In mir rasen die Gedanken um die Klinik, vor allem die Frage, wann ich angerufen werde und wann ich (endlich) kommen kann. Ungewissheit macht mich grundsätzlich nervös, beinahe wahnsinnig. Wenn ich etwas nicht superspontan mache, muss ich das Vorhaben bis ins kleinste Detail totplanen… Willkommen in Borderland – der Welt der Extreme.

Es fühlt sich an, als würde das Gedankenrasen mein Blut mitreißen. Ich fühle mich wie ein Whirlpool. Alles blubbert und kreist wild – mein Blut in den Adern, mein Mageninhalt. Ich könnte wie bekloppt im Kreis rennen, aber dazu fehlt mir dann doch der Antrieb – welch Ironie. Depressiv und hochnervös.. geht das überhaupt!? Yay.. und schon wieder zwei Extreme.

Als „Profi-Borderlinerin“ kenn ich mich natürlich mit Skills aus. Deshalb lese ich, spiele dämliche Onlinespiele, mache Kreuzworträtsel und gönn mir warme Wohlfühlbäder. Ich würde mir gern die letzte Vampire Diarys-Folge ansehen, aber fernsehen kann ich vergessen. Dazu fehlt mir die Aufmerksamkeit. Ich muss beim Lesen schon ab und zu eine Seite nochmal lesen, weil ich während des Lesens gar nicht aufgepasst, sondern mit dem Gedankenstrudel hingegeben habe.

Mein Klinikziel? Definitiv ruhiger werden. Die innere Anspannung loswerden, entspannen und diese Entspannung(s Techniken) mit nach Hause nehmen. Aber ich habe auch Angst. Angst davor, dass in der Klinik noch mehr in mir aufgewühlt wird, als es im Moment ohnehin schon ist (was ja am Anfang höchstwahrscheinlich passieren wird) und dass mir die Zeit nicht reicht, den größten Teil wieder zu glätten… Aber dieses Risiko muss ich wohl eingehen. Wenn ichs nicht versuche, werde ich diese Unruhe erst recht nicht los.

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5 Kommentare zu “Verdammte innere Unruhe

  1. Ich hoffe mit der Entscheidung ist dir auch was von den Schultern gefallen =)..
    Diese Unruhe killt. Versuch dir selbst ein wenig gut zuzureden.

    Du kannst den Zeitpunkt des Anrufes nicht beeinflussen. Letzendlich bleibt dir nur geduldig warten übrig.

    Ich wünsche dir stabilere Nerven, Beruhigung und einen möglichst gelegenen Aufnahmetermin.

  2. Liebe Tialda!

    Bei Dir ist viel passiert,….und das meiste hört sich nicht gut an……..
    Was soll ich sagen….?
    Umärmel!!!!…..und viel, viel Kraft wünsche ich Dir!

    Kann doch alles gar nicht sssooo schwer sein….Oder?!
    Alles Liebe
    Grey Owl

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