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Wieso nicht mal wieder ins Krankenhaus…

… ich war ja „erst“ letzte Woche.

Dienstag gabs mal wieder großes Kino in meiner kleinen Welt.

Erst war alles in Ordnung. Martin schlief noch wegen der Nachtschicht, ich lag nicht mehr flach, weil mein Kopf nicht mehr schmerzte, hatte gerade meine PC-Routine erledigt und schrieb nun Tagebuch als ich auf einmal nen unangenehmen Druck auf der Brust bekam. Rasend schnell wurde der Schmerz schlimmer und wenige Minuten später, weckte ich panisch Martin auf, da ich kaum noch Luft bekam. Nachdem die Panik immer mehr anstieg und ich nur noch flach atmen konnte, rief er einen Krankenwagen.

Es dauerte nicht lange und in meinem kleinen Schlafzimmer standen 3 Sanitäter und der Notarzt und redeten hektisch auf mich ein. Bekam dann ne Sauerstoffmaske auf und der Arzt versuchte mir ne Nadel zu legen, was er nach dem dritten Ansatz auch schaffte… während das Blut aus den anderen Löchern auf den Boden spritzte – aber das war mir in dem Augenblick egal. Sie spritzen mir Schmerzmittel, packten mich ein und brachten mich mit Verdacht auf eine Lungenembolie ins Krankenhaus. Das war mir so unendlich peinlich. 1. Weil ich ja letzte Woche schon über zwei Nächte wegen der Gehirnerschütterung dort verbrachte und 2. Weil sie mich auf ne Trage banden und mich damit durch die Öffentlichkeit trugen… aber mein leises Flehen wurde erhöht und Hausgang und Straße waren menschenleer.

Im Krankenwagen schlug das Schmerzmittel an und der Schmerz war vorerst komplett weg, nur zitterte ich endlos, da auch die Angst mitfuhr – hätte mich gewundert, wenn sie daheim geblieben wäre. Im Krankenhaus verbrachte ich dann gute 3 Stunden während ich an nem Tropf hing, noch ein paarmal mit Nadeln gestochen wurde und mein Herz überwacht wurde. Irgendwann fand man mich dann auch wieder – irgendwie war ich hinter meiner Trennwand wohl in Vergessenheit geraten – und beschloss mich in ein 25 km entferntes Krankenhaus zu bringen, da das in unserer Stadt überfüllt ist. Wieder kam die Panik hoch, denn ich hatte Martin seit ich von zu Hause weggebracht wurde, nicht mehr gesehen. Aber kurz bevors wieder in den Krankenwagen ging, tauchte er doch noch auf, er hatte noch Sachen für mich eingepackt (inkl. dem Lama) und musste dann im Wartebereich bleiben (wie schwachsinnig)…

Auf der Fahrt von W. nach E. kamen die Schmerzen dann wieder mit voller Wucht zurück und die beiden Sanitäter durften mir kein Schmerzmittel verabreichen. Das sind derart widerliche Schmerzen. Es fühlt sich an, als wäre auf meiner Brust ein tonnenschwerer Stein und ich würde auf harten Boden gedrückt. Das Atmen schmerzt und der Schmerz weitet sich auf den kompletten Rücken aus. Das Einzige was die beiden tun konnten, war es, mich wieder ans Sauerstoffgerät zu schließen und mir beim atmen, durch Beistand, zu „helfen“.

In E. angekommen durfte ich mich in ein Bett legen und wurde zu einigen Untersuchungen geschoben – Lungenembolie ausgeschlossen und auch mit dem Herz ist wohl alles okay. Nachts bekam ich wieder Schmerzen, einen Ärztin wurde zu mir geschickt und es fiel das Wort „psychosomatischer Schmerz“ – Schmerz ausgelöst durch inneren Streß also -. Ich bekam kein Schmerzmittel, sondern irgend so nen Beruhigungs-Saft und bekam wieder Sauerstoff und der Schmerz legte sich dann ganz langsam, während ich versuchte möglichst gleichmäßig zu atmen.

Am nächsten Morgen – also gestern früh – bekam ich dann noch ne Magenspiegelung, von der ich Dank Schlafmittel nichts mitbekam. Auch im Magen ist alles gesund. Einerseits sollte ich froh sein, körperlich vollkommen in Ordnung zu sein – andererseits wäre mir eine „fassbare Krankheit“, gegen die man eine Behandlung einleiten kann, lieber.

Heute Mittag wurde ich entlassen. Als ich fragte was ich machen solle, wenn der Schmerz wieder kommt, bekam ich als Antwort: „Ach, dann kommen sie einfach wieder her.“ – die Antwort konnte mich weder beruhigen, noch zufriedenstellen. Nachher fahr ich noch zum Hausarzt um mit ihm über die Sache zu sprechen, den Therapietermin gestern hab ich ja dummerweise verpasst da ich nich aufstehen konnte und der nächste Termin ist erst Ende März – keine Chance einen kurzen Zwischentermin zu bekommen. Angeblich wären mittlerweile sogar die Pausen meiner Therapeutin ausgebucht.

Ich bin ziemlich verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll. Die meiste Angst hab ich davor, dass die Schmerzen wieder kommen und ich nichts zur Linderung im Haus habe… Im Moment bewege ich mich wie auf Eierschalen, um nur keinen Streß auszulösen und mach mir mit „Hoffentlich gehts nicht wieder los“ wahrscheinlich den größten Streß. Mehr Tabletten? Weiterer Psychoklinikaufenthalt? Pysiotherapie zur Entspannung (von Massagen zur Entspannung war im Krankenhaus nämlich auch mal kurz die Rede)? Ich bin völlig überfragt und vor allem überfordert -.-… Hoffentlich weiß ich nach dem Besuch beim Hausarzt mehr…

Das unangenehme „Nebendrama“: Ich hab mein überheiliges Kuschelkissen im Krankenhaus vergessen. Also muss ich noch mal hin um es zu holen.. oder Martin.

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3 Kommentare zu “Wieso nicht mal wieder ins Krankenhaus…

  1. Och wie süß… die Mama liest mit 🙂

    Wenn ich das hier lese finde ich es noch unglaublicher, dass du gerade in der Stimmung den Mut aufbringst bei mir zu kommentieren, wenn du doch so „Angst“ davor hattest. Aber wie gesagt, ich freu mich drüber!

    Wieso durften sie dir keine Schmerzmittel geben? Hätten sie doch zumindest in niedriger Dosis tun können? Allerdings spricht die Wirkung des „Beruhigungssaftes“ ja leider auch für die Psychosomatik. Wobei ich ja wegen meiner Zahnarzt/Orthopädie Geschichte mittlerweile sagen würde, dass man immer noch einen zweiten Arzt oder ein zweites Krankenhaus drüber schauen lassen sollte. Zumindest bevor man selbst völlig daran glaubt, dass es „nur“ die Psyche ist.
    Aber vielleicht hat der Hausarzt ja auch schon eine andere Idee gehabt? Ich wünsche dir jedenfalls, dass es bald eine Lösung gibt. 🙂

    • Der Arzt meinte, in meinem Bericht würde stehen, dass sie bei der Magenspiegelung entdeckt hätten, dass die Magenwand gereizt war bzw. ist. Das könne auch dazu führen, dass die Schmerzen bis in die Brust hochkommen. Hab mal Tabletten mitbekommen, um das zu Behandeln. Bin mal gespannt. Wenn ich recht darüber nachdenke, kommt der Schmerz tatsächlich meist dann, wenn ich etwas gegessen habe.

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