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Deprimere, das ausweidende Monster

Ah… da bist du ja wieder – ich hatte mich schon ironisch gefragt wo du wohl bleibst. … nein.. ehrlich gesagt stimmt das nicht, denn immer wenn du weg bist vergesse ich dich recht schnell und wenn sich doch einmal ein Gedanke über dich in meinen Kopf schiebt, kann ich mir es kaum vorstellen, wie es sein wird, wenn du das nächste mal da bist. Es fühlt sich so gut an ohne dich, dass man dich beinahe vergessen könnte.

Doch jetzt bist du wieder hier und höhlst mein Inneres aus bis ich nur noch Leere verspüre, zumindest oberflächlich betrachtet – denn fühle ich genauer hin, merke ich, wie du bittersüß in mir sitzt und lauerst was ich wohl als nächstes tun werde, so ganz  ohne meine Motivation, die du ja immer zuerst frisst.

Du bevorzugst einsame Nächte oder, wie jetzt, düstere, regnerische Tage und schleichst dich unauffällig an – so dass ich dich erst in mir spüre, wenn es bereits zu spät ist, wenn du bereits tatkräftig mit deiner Arbeit begonnen hast. Wenn du bereits jegliche Freude, jede Motivation, jede Inspiration aus mir herausgerissen oder gefressen hast – weiß der Teufel was du damit tust. Fakt ist, dass sie weg sind und du dich genüsslich in mir ausbreitest.

Gespannt lauerst du wie ich diese Leere wohl zu füllen gedenke… „Vielleicht wie in den letzten beiden Jahren mit süßen Köstlichkeiten?“ Nein, ich denke ja gar nicht daran! Mein Magen ist nicht meine Seele! Du lachst verächtlich und denkst dir, ich würde sowieso wieder schwach; bietest mir an dann vielleicht mit einem scharfen Gegenstand Hand an mich zu legen. Na?“, sagst du, „auseinanderklaffendes Fleisch und Lebenssaft erfüllten dich doch auch damals schon?“ Aber da muss ich dich enttäuschen. Ich habe alle Gegenstände, die mir gefährlich werden könnten, wenn du da bist, längst entsorgt. Na? Was sagst du jetzt? Ich sorge jetzt für mich!

Du schmunzelst… „Dann ertrage die Leere ohne deine alten Hilfsmittel, so allein wie du da in deinen vier Wänden sitzt, du jämmerliches Nichts…“ – Das werde ich! Denn es werden wieder bessere Tage kommen, helle Tage an denen die Sonne scheint, die dich in NICHTS auflöst und bis dahin harre ich aus. Ich bin eine Kriegerin, mein Schlachtfeld befindet sich in meiner Seele und ich werde dich vertreiben! Immer und immer wieder, bis zu deinem Exitus!


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2 Kommentare zu “Deprimere, das ausweidende Monster

  1. Wie mich das freut das zu hören, dass Du für Dich sorgst!
    …und es git da so viele Dinge, mit denen Du den Tag ausfüllen kannst….und auch die Nächte….
    Lapi, Fernsehen, Natur…Gut, o.k., das Draußen ist jetzt wirklich nicht sehr einladend.
    Na ja, und ein paar „Strategien“ natürlich, wie man aus den alten Mustern dauerhaft raus kommt……
    Alles Liebe
    Rosi

    • Wie ich bei diesem Beitrag gemerkt habe, hilft mir Schreiben enorm. Nachdem ich den Beitrag verfasst hatte, gings mir erstmal wieder gut und ich war zufrieden mit der Welt.

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