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Wenn Schlaf keine Erholung mehr bietet

Wenn ich morgens aufwache, muss ich mich erst mal vom schlafen erholen. Das klingt komisch, nicht? Es ist auch komisch, aber leider nicht im Sinne von lustig. Es ist nervenaufreibend, zermürbend und entzieht die Lebenskraft und stellt nach einiger Zeit das Leben auch in Frage.

Wann wird es enden? Wird es überhaupt jemals enden? Wird es womöglich noch schlimmer mit der Zeit? Genau nach letzterem sieht es aktuell aus.

In den Sommermonaten gings mir ja ziemlich gut. Das Licht öffnet mein Herz und ich empfinde Freude. Auch wenn ich (natürlich *g*) nicht in die Sonne oder gar gerne nach draußen gehe, dringt das Helle in die Wohnung, ich kann die Fenster offen lassen und es geht mir gut, oder zumindest besser. Doch mittlerweile hat sich das erstmal wieder erledigt – denn es sind die dunklen Monate angebrochen (was für eine Information, nicht?). Es ist dunkel in meiner Wohnung. Seit einigen Tagen muss ich sogar am Tag das Licht anschalten – aber ich denke auch das ist nichts neues.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte ist, dass ich seit einigen Tagen wieder jede Nacht diese Träume habe, die in den helleren Monaten nur ab und zu auftreten. Ich kann sie nicht Alpträume nennen, denn bei diesen hat man Angst und Panik…

Es handelt sich bei den Träumen eigentlich immer um die selben  Motive. Entweder ich habe mit verflossenen Liebhabern zu tun, oder ich bin wieder zu Hause, wo ich aufwuchs und bin in die Welt meiner Kindheit zurück versetzt, die von körperlicher Gewalt und emotionaler Vernachlässigung regiert wurde. Und manchmal, wenn sich mein Unterbewusstsein einen Spaß machen möchte, werden beide Motive miteinander verbunden.

Was in diesen Träumen anders ist als in meiner realen Kindheit, ist, dass ich kein Kind, keine Jugendliche mehr bin. Ich bin so alt wie jetzt und erwachsen und was noch ein gravierender Unterschied ist: ich setzte mich zur Wehr und zwar auf die aggressivste Art und Weise. Ich stehe meinen „Peinigern“ als starke Frau gegenüber, behandle sie abwertend und voller Hass, schreie sie an, schlage zu(rück), lass mir nichts mehr gefallen. Dazwischen habe ich mit Ex-Freunden zu tun, versuche sie zurückzuerobern oder stehe auch ihnen mit Gewaltbereitschaft gegenüber. Ich kämpfe die ganze Nacht durch, lasse keinen Stein auf dem anderen. Man könnte wohl sagen, ich kehre als Erwachsene zurück und räche mein inneres, zerstörtes Kind.

Und dann wache ich auf. Ausgelaugt, erschöpft und den Tränen nahe. Traurigkeit drückt mich unter Wasser, wie eine riesige Welle. Ich bin todmüde und will nicht wieder einschlafen, denn wenn ich einschlafe, kehre ich zurück an diesen Ort, der mir die Kraft raubt. Martin liegt neben mir und schläft. Ich will ihn nicht wecken – es würde mir nichts bringen, bin zu kraftlos und liege da. Starre vor mich hin, die Traumszenen laufen vor meinem inneren Auge ab und ich kämpfe schon wieder. Diesmal gegen die Müdigkeit. Meist schlafe ich dann doch wieder ein, der Kampf gegen die Schrecken meiner Kindheit geht weiter und irgendwann gegen 12, 13 Uhr wache ich auf und weiß es ist Zeit aufzustehen, noch länger zu schlafen wäre einfach asozial.

Ich stehe auf, sehe aus dem Fenster. Es ist trüb  und regnet und es ist mir, als würde ich in meine Seele sehen. (wow.. wie melodramatisch)

I Am-ok… das trifft es gut.

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5 Kommentare zu “Wenn Schlaf keine Erholung mehr bietet

  1. Weis gar nicht was ich dazu sagen soll 😦 es tut mir voll leid. Klingt echt schlimm, da hoffe ich doch einfach, dass der Winter schnellstens wieder vorbei ist >_<

    Da kann ich ja echt froh sein, dass ich bloß Einschlafprobleme habe…von wegen asozial 😀 ich sehe das genauso und war geschockt, als ich bis 16:30Uhr geschlafen habe!
    Naja egal wie müde ich bin, ich liege mindestens bis 6-7 Uhr morgens wach im Bett, damit ich noch was vom Tag habe, stehe ich trotzdem möglichst früh (12-13Uhr *hust) auf, aber manchmal bin ich einfach so fertig von diesem bisschen Schlaf täglich, dass ich meinen Wecker überhöre und allen Schlaf scheinbar nachhole o.O
    Erholsam ist es längst nicht mehr sich hinzulegen -_-
    das geht jetzt seit 3 Monaten so…

  2. Nein, ich habe keine Ahnung. Ich schiebe es auf die Gesamtsituation von Arbeitslosigkeit und Trennung vom Freund nach 5 Jahren Beziehung ._.
    Naja halb so wild…irgendwann ränkt sich das schon wieder ein ^^

  3. kenne ich auch recht gut…. fühle mich morgens wie gerädert.
    träume entweder daß mich etwas in tiefes Wasser zieht,und ich nicht wieder auftauchen kann,oder ich träume daß ich lange Treppen runterstürze.
    dummerweise muß ich jeden Morgen gegen 6uhr aufstehen.meine 4jährige Tochter ist ein gnadenloser Wecker… :)/:(
    dann ist mir immer total zum Heulen,weil ich so schrecklich kaputt bin.
    ich finde die dunkle Jahreszeit recht tröstlich.da werde ich wenigstens nicht mehr blöde angepflaumt,weil ich schon wieder so ein langes Gesicht ziehe….

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