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Wochenende mit Theater und Kino

Wie die Überschrift schon sagt – am Wochenende warn wir mal wieder richtig viel unterwegs und mir gings eigentlich auch ganz gut dabei.

Am Samstag sahen wir uns auf Schloss Guteneck das Theater
„Commedia Horribile – Des Teufels Buhlschaft“

von Robert M. Schnöll an.

Das war echt richtig toll, zumal ich das Schloss und vor allem die Aussicht von der Schlossmauer aus sehr mag.

Auf unseren Eintrittskarten stand, wer in Gewandung kommt, bekommt nen Platz ganz vorn. Das wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen – da Martin und ich sowieso viel zu selten dazu kommen unsere mittelalterliche Kleidung zu tragen und Marco und Sabrina haben sich extra Sachen dafür gekauft.

Das einzige Manko an der Sache war, dass wir dann am Ende tatsächlich die Einzigen in Gewandung waren… Ich hatte total damit gerechnet, dass da viel mehr kämen. Das Gute – so waren Sabrina und ich auch die einzigen, die sich in ihren Umhang hüllen konnten, als es Nachts kalt wurde : )

Hier mal der „Theater-Klappentext“:

Ein Markttag im Mittelalter. Händler bieten ihre Waren feil. Bauern verkaufen die Früchte ihrer Hände Arbeit. Schankwirte stillen den Durst der Bewohner und Besucher der Stadt und überall duftet es nach köstlichen Speisen. Fahrendes Volk, Gaukler und Scharlatane versuchen ihr Glück und so mancher Beutelschneider wird vom Büttel in Eisen gelegt, um seiner gerechten Bestrafung zugeführt zu werden. Alltag in der kleinen Welt des mittelalterlichen Städtchens.

Und doch liegt eine seltsame Stimmung in der Luft. Die Klagen der Bauern und Bürger sind nicht zu überhören. Missernten und Unwetter drücken auf die Stimmung und hier und da macht einer seinen Unmut gegen den Lehnsherren Luft. Und der greift in seiner Not zu einem verzweifelten Mittel um Herr der Lage zu bleiben. Die Inquisition soll die Untertanen einschüchtern.

Elisabeth, die Tochter eines Färbers, wird das zufällige Opfer in diesem Spiel um Macht und Machterhalt, Eifersucht, Rache und gekränkte Eitelkeit. Heinrich von Meersburg tarnt seine persönlichen Interessen unter dem Deckmantel der heiligen Inquisition und Ritter Guntram, Lehnsherr und weltlicher Richter, wird immer mehr zum Anwalt der jungen Frau, welche selbst unter der Folter nicht gestehen will.

Der geschürte Hexenwahn und die allgemeine Rechtsauffassung der Zeit machen es Heinrich leicht, sein sadistisches Spiel zu treiben. Doch was ist Wahrheit? Was verbindet Guntram und Elisabeth? Und hat der Teufel nicht doch seine Hand im Spiel?

Woher der Name „Commedia Horribile kommt?

Oft genug wurden die Prozesse und die öffentlichen Hinrichtungen auf dem Scheiterhaufen als „Theater des Grauens“ inszeniert. Daher der Name „Commedia Horribile“.

Ich fand das Theater total gelungen und es hat mich richtig mitgerissen. Man saß auf den niedrigen schmalen Bänken (aua… -.-) so, dass das Geschehen genau vor einem (wir saßen in Reihe zwei – vor uns saß niemand) stattfand. Manche Darsteller saßen auch auf den Bänken unter dem kleinen Publikum und standen dann auf, wenn sie z.B. zur Zeugenbefragung aufgerufen wurden – ich denke das alles sollte den Eindruck erwecken unter dem Volk auf dem Marktplatz zu stehen/sitzen und das war gelungen. Das war alles sehr glaubwürdig. Der Narr machte seine Späße mit dem Publikum, Pferde spielten mit und sogar der Scheiterhaufen brannte mit richtigem Feuer – natürlich brannte nur ne Puppe … oder der Mensch war bereits tot, aber es roch nach Fleisch, weiß jetzt nicht ob das von der Würstchenbude oder vom Scheiterhaufen kam : )  Ich war total erschüttert über die überaus originalgetreuen Folterszenen. Nem Beutelschneider wurde die (Gummi)Hand abgeschlagen, die heißen Eisen lagen im Feuer (oder zumindest dahinter) und einem Typen wurde die Zunge abgeschlagen. Die haben das immer so gedreht, dass es total echt aussah und die Schreie der Darsteller, besonders die von der als Hexe Angeklagten gingen durch Mark und Bein. Ich hatte ne total Gänsehaut und musste mir immer wieder mal sagen „Das ist nicht echt!“ um nicht in Panik auszubrechen. Ja.. war echt super!! Danke an Marco, der das Ganze ausm Hut gezogen hat : )

Sonntag waren Schatz und ich dann noch im Kino und haben mit Timur, Christiane, Marco und Sabrina „Beilight – Biss zum Abendbrot“ angekukt. Der Twilight-Film ist einer meiner Lieblingsfilme (die anderen Teile gefallen mir aber nicht) und ich hab die Biss-Parodie „Bis(s) einer weint“ mit Begeisterung gelesen. Selbst wenn ich ein Buch mag, kauf ich mir meist noch die Parodie dazu, wenn vorhanden – macht einfach Spaß, wenn man weiß, was genau eigentlich verarscht wird und ich kann darüber eigentlich lachen. Bei diesem Film konnte ich allerdings ganz und gar nicht lachen… Um uns herum saßen lauter Jugendliche „Aldeeer-Asis“, die mir schon vor dem Film tierisch auf den Nerv gingen und das hätte mich schon stutzig machen sollen. Der Film war mit lauter flachen, plumpen Kalauern gespickt. Wer mich kennt weiß, dass ich absolut albern sein kann und über so gut wie alles lachen kann und das sollte zeigen, wie beschissen dieser Film ist O_o Teilweise hab ich mir überlegt, ob ich nicht einfach ausm Kinosaal rausgehen soll, weil ich so genervt war… Aber naja, war ja klar, dass irgendwelche Asikids über Gewalt lachen können. Das machte nämlich die Hälfte der „Witze“ aus – dass irgendjemand entweder wo gegen gelaufen ist, sich irgendwo was angeschlagen, eins auf die Fresse bekommen hat oder sich sonst irgendwie weh tat. Schon sehr lustig O_o…

Wie gesagt: Ich war grenzenlos enttäuscht : ( *schimpf und protestier*

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Ein Kommentar zu “Wochenende mit Theater und Kino

  1. Sogar für mich als Slapstick-Fan war dies einfach nur peinlich. Und das Klientel war unterirdisch. Aber der Abschluss des Abends war dafür um so schöner. Warum? Ganz Einfach: Wir waren bei euch!

    Ninja-Cat war auch klasse:)

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