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Ruhe, Wochenendpläne und „Lord Murphy“

Heute ist die Stimmung eigentlich ganz stabil. Und das obwohl Martin heute in seine alte Heimat, Nürnberg/Fürth, gefahren ist um mit seinen Freunden mal wieder eine Rollespiel-Runde abzuhalten und erst morgen Nachmittag wieder kommt. Ich -durfte- diesmal nicht mit, da ich dort immer entweder in Panik ausbreche und/oder nörgelig werde, weil mich deren Rollenspiel nun mal langweilt – ich kenne die Geschichte nicht, hab keinen eigenen Charakter und kann so nicht wirklich mitspielen. Hab natürlich geschmollt, aber eigentlich seh ichs ja ein. Aber jetzt gehts mir ganz okay und der Abschied ging auch ohne ein von mir veranstaltetes Drama über die Bühne. Mann, bin ich brav gütig lieb… Vor nem Jahr hätte ich da noch ganz großzügig den Borderliner in mir rausgelassen. Jetzt find ichs nicht mal soo schlimm, dass er weg ist – so hab ich wenigstens meine Ruhe und die ist mir ganz lieb, nachdem wir nun zwei Wochen (er hatte ja Urlaub) jeden Tag eng auf eng aufeinandersaßen in dieser Mikrowohnung.

Wegen der Mikrowohnung musste ich heute auch mal wieder schweren Herzens ne große Kiste Bücher auf dem Dachboden deponieren. Ich hasse es, wenn ich meine Bücher nicht ordentlich im Regal aufreihen kann, sondern den Überschuss einfach oben auf die Bücherreihe drauflegen muss. Ich bin doch so pingelig, was Ordnung angeht und mir wirds dann auch ganz schnell zuviel, wenn zu viele Sachen irgendwo rumliegen, wo sie nicht hingehören. Sollten wir irgendwann in ein größeres Domizil umziehen, hat ein Bücherzimmer auf jeden Fall Priorität – noch vor allem anderen : )

Morgen und übermorgen haben wir wieder Großes vor – [Ironiemodus an] nämlich vor die Tür zu gehen [Ironiemodus aus]. Morgen Abend fahren wir (natürlich in Gewandung) auf n Schloss um uns dort eine Theateraufführung anzusehen und Sonntag sind wir noch zu Opas kleiner Geburtstagsfeier eingeladen und da mein Vater gleich ein Haus weiter wohnt werde ich wohl auch zwangsläufig ihn treffen. Davor ist mir schon wieder etwas flau, obwohl ich weiß, dass ja eigentlich alles okay ist.

Und dann mach ich mir noch Gedanken um meine Gewandung morgen. Es wird recht kühl sein (und nein, ich halte jetzt vorerst mal keinen „Es ist ja schon Herbst geworden“-Vortrag) und ich habe nur Kleid und Reisemantel. Es wäre wohl klug von mir „Lord Murphy“ anzuziehen – meinen Silberfuchsschal. Ich habe ihn vor zwei Jahren auf Ebay ersteigert, weil er so „forsch“ kukte und ich mir damals dachte „Ist ja nicht schlimm – er wurde ja nicht für mich getötet“. Wegen des Blickes bekam er dann auch den Namen „Lord Murphy“ – Martin und ich fanden, dass er eben genau so aussieht. Nachdem dann die Katzen seinen Schwanz abgefressen hatten, und dieser wieder angenäht wurde, ist er in den Kleiderschrank umgezogen und begrüßt uns seitdem immer, wenn wir dort was raus nehmen, mit trockenen Sprüchen wie „Hey Baby“ oder „Locker flockig“, denn er hat unter seiner Schnauze ne Klammer, mit der wir ihn sprechen lassen (Ja.. wir sind ein absolut albernes Pärchen mit eigenartigem Humor). Um wieder zum Thema zurückzukommen – ich habe bedenken, dass man mir mit Fackeln und Mistgabeln folgt, wenn ich ihn als Schal trage und außerdem hab ichn schlechtes Gewissen, weil ich mir vorhin auch noch n Bild von nem Silberfuchs ankuken musste… Naja, mal sehen – ich lass das Wetter entscheiden. Gewandungstechnisch wäre es ja nicht verkehrt… eigentlich. Ach wie schön – jetzt ist mir das Wort wieder eingefallen, das ich die ganze Zeit suchte – Lord Murphy ist eine Stola.

Den restlichen Tag werde ich heute wohl damit verbringen, das Buch „Liebestänze“ von Rainer Schmidt zu lesen. Ich habe es von Dorota zugeschickt bekommen, und heute Morgen wars im Briefkasten, um für ihren Blog eine Gastrezension zu schreiben und das möchte ich dann auch so bald wie möglich erledigen : ) Der Klappentext sagt: Liebe in Zeiten des Techno. Deutschland, Mitte der 90er Jahre: Der junge Bankmanager Felix träumt von Rausch und Erfüllung auf den Dancefloors, wo er sich in DJ Karla verliebt, die zunächst nichts von ihm wissen will. Felix folgt ihr in die Parallelwelt zwischen Tresor, E-Werk, Mayday und Love Parade – bis er aus seinem alten Leben fällt. So lustig, ehrlich und packend ist das deutsche Nachtleben noch nicht beschrieben woren.

Ist zwar mal so gar nicht „meine“ Szene und Musikrichtung, aber warum nicht mal kurz wo anders eintauchen : )

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