Ich strecke zögerlich meine Fühler aus

Mittlerweile lässt es sich nicht mehr leugnen. Der Baum vor meinem Fenster sagt an, was Sache ist: Herbst. Als ich das Fenster geöffnet habe um das Foto zu machen, kam mir eiskalte Luft entgegen, der Geruch von Winter hing darin. Ich mag diesen Geruch sehr – wäre er nur nicht mit so eisiger Kälte verbunden. Obwohl die Heizung läuft, habe ich das Gefühl mir einen abzufrieren. Ich sollte besser was langärmeliges anziehen… und fingerlose Handschuhe. Ich hab drei Paar davon und hab sie früher sogar im Sommer gern getragen – seit ich meinen Verlobungsring trage hat das aufgehört, weil der Ring, ein Giftring, zu hoch ist um angenehm Handschuhe drüber tragen zu können.

Früher – das ist das Stichwort. Heute ging mir den ganzen Tag im Kopf herum, wer ich einmal war. Ich hätte viele Worte gefunden – von heimliche Geliebte bis Auszubildende (wobei das eine mit dem anderen nicht in Verbindung steht!). Aber dann dachte ich mir, was bringt es, wenn ich mir Gedanken darüber mache, wer ich einmal war. Was vorbei ist, ist vorbei. Dann hab ich mir Gedanken darüber gemacht wer ich jetzt bin. Etwas ruhmreiches ist dabei aber auch nicht rumgekommen.

Ich spiele mit dem Gedanken, aus meinem schützenden Loch herauszukrabbeln und nach eineinhalb Jahren wieder zu versuchen Fuß in der Arbeitswelt zu fassen. Nicht den ganzen Tag und auch nicht in Form einer Ausbildung, keine unerreichbaren oder zu großen Ziele stecken, sondern nur ein paar Stunden am Tag. Es einfach mal versuchen, ob die Angst mitspielt und kuken, was passiert… Am liebsten wäre mir irgendetwas mit Tieren oder mit Büchern. Ein kleiner Job in dem ich mich wohl fühle und darüber hinweg die Angst vergesse, das wäre toll. Mama hilft mir bei der Suche danach und dann kuken wir mal… Wenn ich daran denke bin ich ganz aufgeregt und freue mich über diesen Schritt, rausgehen zu wollen. Andererseits fährt auch der Zweifel mit und die Angst vor dem Versagen. Was, wenn ich es nicht schaffe und es nach ein paar Wochen wieder abbrechen muss?? – Still jetzt, warte erst einmal ab…

Post erhalten

Heute erreichte mich meine erste Postcrossing-Postkarte. Auf der Seite postcrossing.com kann man sich registrieren, dann schickt man 5 Postkarten an 5 Adressen von anderen Usern aus der ganzen Welt, die einem durch Zufallsgenerator zugeteilt werden und sobald die Postkarten dort angekommen sind, wird die eigene Adresse in den Zufallsgenerator aufgenommen – und so bekam ich heute meine erste Postkarte aus den USA von Lindsay : ) Konnte sogar alles ins deutsche übersetzen. Wunderbar. Meine ersten fünf Postkarten gingen in die Niederlande, nach China, nach Taiwan, in die USA und nach Russland. Neben dem Text den man auf die Postkarte schreibt muss noch eine ID drauf, die man auf der Webseite eintragen muss sobald man die Karte erhalten hat, damit der Absender auch sieht, dass die Karte angekommen ist. Sobald man dann 10 Karten erhalten hat, kann man sich wieder 6 Adressen geben lassen um dort ne Karte hinzuschicken. Bei 20 erhaltenen bekommt man 7 Adressen, usw. (soweit ich das verstanden hab – die Seite ist auf englisch und mein englisch ist etwas eingerostet). Alles in allem ne tolle Sache, denn ich liebe es Post zu bekommen und Briefe/Postkarten zu schreiben. Da bin ich wohl etwas altmodisch/romantisch veranlagt – ich finde E-Mails einfach nicht so persönlich. Es gibt doch nichts schöneres ein Blatt Papier in den Händen zu halten von dem man weiß, dass der Absender an einen gedacht hat, als er es beschriftete : )

Bestandsaufnahme, Erkenntnis und Zitat

Gestern hat sich das Blatt glücklicherweise stimmungstechnisch gewendet. Es ist wieder heller draußen, ich kann die Fenster wieder kippen und es kommt frische Luft rein. Wäre ich ein Hund, wäre wohl ein gemütlich eingerichteter Zwinger das geeignetste für mich. Ans Telefon konnte ich gestern auch wieder gehen – die Angst schläft oder macht nen Kurzurlaub. Ansonsten ist das Wochenende schon wieder verplant, ich hab nach zwei Wochen Weight Watchers endlich ein Kilo abgenommen und bin auch ansonsten recht zufrieden.

Radiotipp für Schwarzfolk:
Radio Dark Dimensions – ich hab schon viele „dunkle“ Internetradios durchprobiert, aber bei dem hier häng ich seit mittlerweile fast nem Jahr fest. Hier kommt rund um die Uhr Musik und Abends gibts meist Themenabende.

Erkenntnis des Tages:
Katzen öffnen Schubladen und spielen gern mit Sexspielzeug -.-

Zitat des Tages:
…eine Reise auf den Flügeln der Nacht in die wahre Wirklichkeit in den Rausch der Dunkelheit mach dein Herz bereit… …eine Reise auf den Flügeln der Nacht um dem Alltag zu entfliehn in den Rausch der Fantasie mach dein Herz bereit… [Tanz der Vampire – Einladung zum Ball]

Tolles Gewinnspiel

Grad eben hab ich bei Miss Munster ein richtig tolles Gewinnspiel entdeckt.

Bei bestellen.net gibts für Blogger zwei originalverpackte BlackBerrys zu gewinnen – eins in grau und eins in rot. Gedacht ist das Ganze so, dass man eins behält und das andere auf seinem Blog weiterverlost – was ich gern tun werde. Ich liebe es andere zu beschenken : )

Das einzige was ich dafür tun muss um teilzunehmen ist diesen Eintrag zu schreiben und meinen Lieblingsshop im Internet zu nennen und dieser ist *trommelwirbel* Amazon. Ich finde Amazon deshalb toll, weil man dort einfach alles kriegt. Bücher, DVDs, CDs und noch viele andere Sachen. Aber das wisst ihr sicher selber : )

Übrigens: Wer noch bei diesem Gewinnspiel mitmachen möchte, sollte das schnell tun. Denn es läuft nur noch bis heute Abend.

Endzeitgedanken und tot stellen

Zur Zeit läuft es nicht so optimal, wie es eigentlich sollte. Es liegt wohl weniger an den äußeren Umständen als an meinem Inneren.

Gerade habe ich Der Übergang von Justin Cronin beendet und frage mich, was wohl wäre wenn morgen die Welt unterginge. Es muss nicht einmal ein Experiment sein, das außer Kontrolle gerät und einen Virus freisetzt – nur mal angenommen eine Atombombe knallt irgendwo hin, oder ein Atomkraftwerk baut Mist. Was wäre dann? Ich fürchte, ich wäre eine der ersten die sterben müsste… Wo sollte ich auch hingehen? In meiner Wohnung bleiben? Mein Essen reicht grad mal für eine Woche, wobei die Strahlung ja sowieso in die Wohnung kommen würde. Weglaufen ginge auch nicht. Ich wüsste nicht wohin ich gehen sollte und habe keine Ahnung ob ich mich überhaupt aus der Wohnung trauen würde in dem ganzen Chaos. Am Besten man verdrängt diese Gedanken und hofft einfach nur, dass so etwas nie in der eigenen Reichweite passiert. Ich habe, wenns gut läuft, vielleicht noch um die 60 Jahre zu leben – vielleicht hab ich nochmal Glück und in dieser Zeit passiert nichts Schlimmeres…

Wenn ich nicht über derartigen Unsinn nachdenke, stelle ich mich derzeit einfach tot. Es klingelt an der Tür, der Klos im Hals taucht auf und ich verhalte mich so still wie möglich und hoffe, dass die Person an der Klingel einfach wieder weggeht. Genauso verhalte ich mich auch, wenn das Telefon klingelt. Die Treppe hoch zu Marco hab ich gerade mal so geschafft heute, aber als er fragte ob ich mit in die Stadt komme, bin ich lieber wieder heimgegangen. Fühl mich außerhalb meiner schützenden vier Wände seltsam ungeschützt. Ungefähr so, als würde ich ohne Sicherung auf einem Brückengeländer balancieren, oder ohne Sicherung auf einer irrsinnig steilen und hohen Mauer hochklettern. Ich denke zurück an die letzten Wochen und bin überrascht, dass ich da kaum Angst hatte und sogar allein draußen rumgefahren bin… und heute? Ich bin wieder einmal die personifizierte Atemlosigkeit. Ich halte von Montag bis Freitag, wenn Schatz wieder nach Hause kommt, die Luft an, drücke die Augen zu und verhalte mich ruhig – fast so als säße ich unter einem Tisch und keiner soll mich bemerken.

Wahrscheinlich spielt dabei eine große Rolle, dass ich kein Auto hier habe und Martin zudem nicht hier ist. Er fehlt mir sehr und ich fühle mich einsam – auch im bei sein von Freunden. Am liebsten würde ich mich den ganzen Tag hinter Büchern verschanzen und mich bis er wieder da ist in anderen Welten verstecken – und im Endeffekt tu ich ja genau das.

[Jammermodus Ende]

Danke für die Aufmerksamkeit.

Sag mir den Sinn des Seins

Es gibt Tage, da legen sich Traurigkeit, Resignation und Erschöpfung, die durch scheinbar nichts hervorgerufen wird, wie ein Mantel über Körper und Seele. Ich nehme meine Umwelt wie durch einen grauen Schleier wahr und es fühlt sich an, als säße mir irgendetwas im Nacken, drückt mich nach unten.

Ich habe keinen Grund Traurig zu sein. Meine Vergangenheit ist Geschichte. Mich prügelt niemand mehr, niemand misshandelt und quält meine Psyche. Alles ist ausgesprochen und ich habe vergeben. Trotzdem verfolgt es mich, lässt mich fast jede Nacht schlecht träumen und an Tagen wie heute drängt es sich mir dermaßen auf, dass ich es aus dem Schlaf sogar mit ins Wachsein nehme(n muss). Ich will es nicht, aber es kommt trotzdem mit. Ich denke „Ich habe vergeben, ich hab es akzeptiert, dass ich nichts rückwirkend verändern kann, ich denke eigentlich auch dass ich abgeschlossen habe… Was willst du denn noch von mir!?“ … und was bist „Du“…? Der Schrecken meiner Kindheit? Ein Dämon, der sich immer noch fest in meine Seele krallt, einfach ums verrecken nicht loslassen will?

Ich resigniere. Schaffe es an Tagen wie diesen vor Mittag nicht aus dem Bett, obwohl ich früh schlafen ging. Ich kann einfach meine Augen nicht offen halten, drifte immer wieder ab, fühle mich seltsam leicht. Ich höre meine Liebsten beiden maunzen „Los, schwing dich aus der Kiste, wir haben Hunger. JETZT!!“ Ich denke „gleich… ich bin gleich da…gleich“ lehne meinen Kopf an die Wand, meine Augen fallen zu, gehen wieder auf und wieder sind 15 Minuten vergangen. Wie kann es sein, dass ein einziges Blinzeln 15 Minuten dauert!? Schließlich stehe ich doch auf. Ich muss nichts dazu tun. Mein Körper tut es ganz von selbst, als wäre er mechanisch.

Ich öffne die Tür, meine Mädchen springen mir wie zwei schwarze, flauschige Gummibälle entgegen, reiben sich an meinen Beinen, maunzen. Sie lieben mich irgendwie… obwohl ich ihnen ihr Futter nie zur gleichen Uhrzeit geben kann. Sie harren aus und sind dankbar wenn es soweit ist. Was bleibt ihnen auch anderes übrig… Ich zwinge mir ein kleines Frühstück in den Magen und die Gedanken kreisen weiter „Wie soll ich jemals wieder arbeiten können, wenn ich es nicht mal schaffe morgens aufzustehen…“ Der Abbruch meiner Lehre liegt mittlerweile ein Jahr zurück. Ich hätte die Möglichkeit mein 3. Lehrjahr als Bürokauffrau jetzt nachzuholen – nächstes Jahr trotz allem eine abgeschlossene Lehre zu haben. Aber ich versage. Ich schaff es einfach nicht. Ich bin nicht „wach“ genug, zu oft unter dem grauen Schleier und dann wäre da noch die soziale Angst. Am größten ist sie vor der Berufsschule. Und die Angst wieder zu versagen.

Seit November 2009 warte ich nun darauf, dass mein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente genehmigt wird. Es war ein schwerer Schritt mich dafür durchbringen und ich schäme mich immer noch dafür. Ich bin 22 und muss Rente beantragen… Das klingt ganz nach Sozialschmarotzer, noch schlimmer als Harz4. Peinlich… Im Oktober läuft mein Krankengeld aus. Noch 4 Wochen. Was dann? Sozialgeld? Ich hab Angst… Mein Plan lautete 2 Jahre Rente (länger bekommt man diese in meinem Alter sowieso nicht) und in diesen 2 Jahren komm ich wieder auf die Beine, mache mich danach selbstständig. Womit? Ich wollte Kartenlegen – es macht mir Spaß anderen zu Helfen und das Arbeiten mit Tarotkarten liegt mir sehr, ich weiß, ich bin nicht schlecht darin und habe eine recht hohe Trefferquote. Aber ein Kleingewerbe anmelden durfte und darf ich nicht. Mit Krankengeld darf ich keinen Finger rühren. Am besten katatonisch werden. Ich male gerne, dachte darüber nach meine Bilder zu verkaufen – aber wer will schon die eindeutig selbstzerstörerischen Bilder eines Freaks? Ich entdeckte mein Talent mit Tieren zu kommunizieren, dachte mir ein Fernstudium als Tierheilpraktikerin wäre eine gute Idee – doch mit Wahnsinn und Angst kann man in dieser Welt nicht bezahlen.

Wie soll das alles weitergehen? Ich weiß es nicht. Ich dümple auf der Stelle vor mich hin, kein Land in Sicht. Wies aussieht weiß ich nicht einmal wirklich wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle und irgendwie kann ich es kaum fassen, dass der Beruf tatsächlich das ist, womit du dich in dieser Welt identifizierst. Lies nur mal Kontaktanzeigen „Name, Alter, Beruf – sucht“. Ist es wirklich so wichtig was du machst? Klar ist es wichtig, DASS man Geld verdient – aber sollte es nicht eigentlich nebensächlich sein womit (illegale Tätigkeiten mal ausgenommen). Oh mann… ich könnte heulen, aber Tränen kommen nur, wenn irgendwas in einem „offen“ ist und noch sitzt der befreiende Heulkrampf bombenfest als Klos in meinem Hals.

Wochenende mit Theater und Kino

Wie die Überschrift schon sagt – am Wochenende warn wir mal wieder richtig viel unterwegs und mir gings eigentlich auch ganz gut dabei.

Am Samstag sahen wir uns auf Schloss Guteneck das Theater
„Commedia Horribile – Des Teufels Buhlschaft“

von Robert M. Schnöll an.

Das war echt richtig toll, zumal ich das Schloss und vor allem die Aussicht von der Schlossmauer aus sehr mag.

Auf unseren Eintrittskarten stand, wer in Gewandung kommt, bekommt nen Platz ganz vorn. Das wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen – da Martin und ich sowieso viel zu selten dazu kommen unsere mittelalterliche Kleidung zu tragen und Marco und Sabrina haben sich extra Sachen dafür gekauft.

Das einzige Manko an der Sache war, dass wir dann am Ende tatsächlich die Einzigen in Gewandung waren… Ich hatte total damit gerechnet, dass da viel mehr kämen. Das Gute – so waren Sabrina und ich auch die einzigen, die sich in ihren Umhang hüllen konnten, als es Nachts kalt wurde : )

Hier mal der „Theater-Klappentext“:

Ein Markttag im Mittelalter. Händler bieten ihre Waren feil. Bauern verkaufen die Früchte ihrer Hände Arbeit. Schankwirte stillen den Durst der Bewohner und Besucher der Stadt und überall duftet es nach köstlichen Speisen. Fahrendes Volk, Gaukler und Scharlatane versuchen ihr Glück und so mancher Beutelschneider wird vom Büttel in Eisen gelegt, um seiner gerechten Bestrafung zugeführt zu werden. Alltag in der kleinen Welt des mittelalterlichen Städtchens.

Und doch liegt eine seltsame Stimmung in der Luft. Die Klagen der Bauern und Bürger sind nicht zu überhören. Missernten und Unwetter drücken auf die Stimmung und hier und da macht einer seinen Unmut gegen den Lehnsherren Luft. Und der greift in seiner Not zu einem verzweifelten Mittel um Herr der Lage zu bleiben. Die Inquisition soll die Untertanen einschüchtern.

Elisabeth, die Tochter eines Färbers, wird das zufällige Opfer in diesem Spiel um Macht und Machterhalt, Eifersucht, Rache und gekränkte Eitelkeit. Heinrich von Meersburg tarnt seine persönlichen Interessen unter dem Deckmantel der heiligen Inquisition und Ritter Guntram, Lehnsherr und weltlicher Richter, wird immer mehr zum Anwalt der jungen Frau, welche selbst unter der Folter nicht gestehen will.

Der geschürte Hexenwahn und die allgemeine Rechtsauffassung der Zeit machen es Heinrich leicht, sein sadistisches Spiel zu treiben. Doch was ist Wahrheit? Was verbindet Guntram und Elisabeth? Und hat der Teufel nicht doch seine Hand im Spiel?

Woher der Name „Commedia Horribile kommt?

Oft genug wurden die Prozesse und die öffentlichen Hinrichtungen auf dem Scheiterhaufen als „Theater des Grauens“ inszeniert. Daher der Name „Commedia Horribile“.

Ich fand das Theater total gelungen und es hat mich richtig mitgerissen. Man saß auf den niedrigen schmalen Bänken (aua… -.-) so, dass das Geschehen genau vor einem (wir saßen in Reihe zwei – vor uns saß niemand) stattfand. Manche Darsteller saßen auch auf den Bänken unter dem kleinen Publikum und standen dann auf, wenn sie z.B. zur Zeugenbefragung aufgerufen wurden – ich denke das alles sollte den Eindruck erwecken unter dem Volk auf dem Marktplatz zu stehen/sitzen und das war gelungen. Das war alles sehr glaubwürdig. Der Narr machte seine Späße mit dem Publikum, Pferde spielten mit und sogar der Scheiterhaufen brannte mit richtigem Feuer – natürlich brannte nur ne Puppe … oder der Mensch war bereits tot, aber es roch nach Fleisch, weiß jetzt nicht ob das von der Würstchenbude oder vom Scheiterhaufen kam : )  Ich war total erschüttert über die überaus originalgetreuen Folterszenen. Nem Beutelschneider wurde die (Gummi)Hand abgeschlagen, die heißen Eisen lagen im Feuer (oder zumindest dahinter) und einem Typen wurde die Zunge abgeschlagen. Die haben das immer so gedreht, dass es total echt aussah und die Schreie der Darsteller, besonders die von der als Hexe Angeklagten gingen durch Mark und Bein. Ich hatte ne total Gänsehaut und musste mir immer wieder mal sagen „Das ist nicht echt!“ um nicht in Panik auszubrechen. Ja.. war echt super!! Danke an Marco, der das Ganze ausm Hut gezogen hat : )

Sonntag waren Schatz und ich dann noch im Kino und haben mit Timur, Christiane, Marco und Sabrina „Beilight – Biss zum Abendbrot“ angekukt. Der Twilight-Film ist einer meiner Lieblingsfilme (die anderen Teile gefallen mir aber nicht) und ich hab die Biss-Parodie „Bis(s) einer weint“ mit Begeisterung gelesen. Selbst wenn ich ein Buch mag, kauf ich mir meist noch die Parodie dazu, wenn vorhanden – macht einfach Spaß, wenn man weiß, was genau eigentlich verarscht wird und ich kann darüber eigentlich lachen. Bei diesem Film konnte ich allerdings ganz und gar nicht lachen… Um uns herum saßen lauter Jugendliche „Aldeeer-Asis“, die mir schon vor dem Film tierisch auf den Nerv gingen und das hätte mich schon stutzig machen sollen. Der Film war mit lauter flachen, plumpen Kalauern gespickt. Wer mich kennt weiß, dass ich absolut albern sein kann und über so gut wie alles lachen kann und das sollte zeigen, wie beschissen dieser Film ist O_o Teilweise hab ich mir überlegt, ob ich nicht einfach ausm Kinosaal rausgehen soll, weil ich so genervt war… Aber naja, war ja klar, dass irgendwelche Asikids über Gewalt lachen können. Das machte nämlich die Hälfte der „Witze“ aus – dass irgendjemand entweder wo gegen gelaufen ist, sich irgendwo was angeschlagen, eins auf die Fresse bekommen hat oder sich sonst irgendwie weh tat. Schon sehr lustig O_o…

Wie gesagt: Ich war grenzenlos enttäuscht : ( *schimpf und protestier*