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Gedankenkreisen und „Was, wenn…?“

Hallo Welt,

eigentlich wollte ich gestern schon schreiben, aber ich kam mal wieder nicht dazu. Und eigentlich wollte ich gestern ins Tierheim fahren, aber es kam nicht dazu. Übrigens wollte ich gestern eigentlich Staubsaugen, -wischen und Abspühlen, aber es kam nicht dazu. Stattdessen lag ich nachdem Schatz gegen halb vier aufstand (er hatte Nachtschicht) auf unserem Bett, meinen Kopf an mein leopardengemustertes Kuschelkissen geschmiegt und beobachtete die weißen Fusselchen auf dem schwarzen Bettlaken. Viele Gedanken schossen mir durch den Kopf und hätte ich das Notebook griffbereit gehabt, hätte ich einen langen Eintrag hier hingeschrieben. Hatte ich aber nicht und wenn Schatz (der übrigens Martin heißt) zuhause ist, kann ich irgendwie nicht schreiben. Zu sehr bin ich dann abgelenkt, wenn er im Hintergrund fern sieht oder irgendetwas anderes Lautes macht. Da ich die meiste Zeit allein zuhause bin, ist mir dann schon oft das Rascheln beim Durchblättern einer Zeitschrift zu laut und ich fühle mich gestört… Naja zum Saubermachen fühlte ich mich zu „schwach“ und ins Tierheim traute ich mich nicht. Samstags ist von 14 bis 17 Uhr für Helfer geöffnet und wenn ich nicht um Punkt 14 Uhr losfahre, dann trau ich mich nicht mehr. Dämlich, ja. Ich male mir aus, dann nur noch einen Hund zu kriegen, der extrem stark ist und mich umreißen könnte, da ja sicher alle lieben Hunde schon um 14 Uhr abgeholt wurden zum Gassi gehen – wer ist schließlich schon so langsam wie ich und fährt erst um 15:30 los. Und um 14 Uhr konnte ich nicht losfahren, weil Martin noch schlief und ich eigentlich dachte, er begleitet mich – worauf er aber dann keine Lust hatte. Er arbeitet mittlerweile (heute) den 14. Tag in Folge und ist einfach nur noch kaputt. Darunter leidet auch seine Laune, wobei ich mir dann wieder einrede, dass ich dies meine Schuld wäre und ständig den Tränen nah bin (auch wenn er zum zehnten Mal beteuert, dass es NICHT meine Schuld ist). Ja richtig – ich mach mir mein Leben teilweise unnötig schwer. Abends kamen dann noch mein bester Freund Marco und seine Freundin Sabrina zu uns – das passiert ziemlich oft, denn die beiden wohnen in der Wohnung über unserer. Marco kenne ich jetzt schon 6 Jahre und ich hatte nie einen besseren Freund als ihn – mein Bester, der mich immer zum Lachen bringen kann ❤ .

Die Nacht war dann recht eigenartig. Ich konnte einfach nicht fest einschlafen und Martin auch nicht und so haben wir uns ständig gegenseitig aufgeweckt und letztendlich stand Schatz dann gegen halb drei auf um Computer zu spielen und ich wollte eigentlich lesen. Hab aber dann, wie so oft, nur vor mich hingeschaut und bin wohl währenddessen dann doch eingeschlafen. Mja… bis kurz vor 14 Uhr – Schatz ist um 13 Uhr schon wieder zur Arbeit gefahren. Aber heute ist (hoffentlich) erstmal der letzte Arbeitstag. Offiziell hat er ab morgen für zwei Wochen frei und ich hoffe, er lässt sein Handy in dieser Zeit ausgeschaltet. Er fehlt mir, wenn er soviel arbeitet… Zu meiner Bestürzung musste ich dann nachm Aufstehen noch feststellen, dass ich eine SMS meines Vaters bekommen hatte, dass ich ihn mal eben anrufen solle. Das ist ne ziemlich schwierige Geschichte. Wir haben erst seit kurzem wieder Kontakt nach zwei Jahren Funkstille – die von mir aus ging, da ich ihm Vieles aus der Vergangenheit nicht verzeihen konnte. Wenn ich unsere Beziehung im Moment beschreiben müsste, würde ich „gläsern“ sagen. Es fühlt sich für mich an, als wäre es auf dünnes Glas gebaut- jeder von uns beiden ist ziemlich unsicher und hat Angst was falsches zu sagen. Nachdem ich die SMS gelesen habe, hatte ich erstmal 100 „suuperwichtige“ Dinge zu erledigen, bis ich dann doch einsah, dass ich früher oder später zum Telefon greifen muss. Es ging darum, dass er mir eine finanzielle Stütze geben möchte, damit ich wieder anfangen kann zu reiten. Bis ich 16 war ritt ich mehrmals die Woche, bis dann alles zusammenbrach (aber das möchte ich jetzt erstmal nicht weiter breit treten). Und so bin ich im Moment auf der Suche nach einem geeigneten Reitstall für mich und natürlich plagen mich auch dort wieder Ängste. Ich habe im letzten Jahr über 30 Kilo zugenommen und nun habe ich Angst, einfach zu fett fürs Reiten zu sein. Was wenn ich ausgelacht werde? Was wenn ich mich so richtig zum Affen mache? Was wenn es kein Pferd gibt, das mich tragen kann? Was wenn meine Ausdauer zu wenig ist (und das ist sie definitiv)?

Es erschreckt mich beinahe etwas, wie offen ich hier schreibe und mich quasi selber mit der Nase auf meine Ängste stoße… aber vielleicht ist das ganz gut so…

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