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Wieso, weshalb und überhaupt?

Am Anfang der Woche las ich den Blog einer jungen Frau, die, wie ich, unter einer sozialen Phobie leidet. Ich hatte zuvor noch nie jemanden kennengelernt (naja.. von kennenlernen kann man jetzt auch nicht sprechen, wenn ich nur den Blog lese, aber egal), der sich mit dem gleichen Irrsinn rumschlagen „darf“ und es gab mir ein besseres Gefühl, damit nicht allein dazustehen. So begann ich zu überlegen, ob ich nicht auch anfangen sollte zu bloggen – schob den Gedanken aber immer wieder weg, da mich Zweifel quälten wie  „Ach Quatsch… das interessiert doch sowieso keine Sau“ oder „Was, wenn man dich auslacht oder alles als Gejammer abtut?“. Trotzdem habe ich jetzt, am Ende der Woche, immer noch das Bedürfnis öffentlich über mein Leben zu schreiben und hab mir vorgeschlagen „Du kannst ja erstmal anonym bleiben und abwarten, was passiert.“ Mja.. und das fand bzw. findet mein unsicheres Ich ganz okay so.
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Zur Zeit gehts mir leider nicht so gut. Klar, es ging mir z. B. vor einem Jahr viel schlechter und ich hab durch die Therapie viel an mir gearbeitet und auch einige Fortschritte gemacht. Ich trau mich, allein ins Tierheim oder auch mal zur Therapie zu fahren. Seit Schatz und ich ein Auto haben ist Vieles für mich leichter geworden. Wenn ich im Auto sitze, fühle ich mich viel sicherer da mir niemand etwas „tun“ kann. Ich weiß, dass mir auch niemand etwas tut, wenn ich durch die Stadt laufe, aber ich bilde mir ein, dass jeder über mich lästert und mich jeder schief ankukt. Das verunsichert mich so enorm, dass ich es dann gelassen hab in die Stadt bzw. vor die Haustür zu gehen. Aber wie gesagt – seit wir das Auto haben ist es etwas einfacher geworden und ich schaff es sogar ein paar Aktivitäten ganz allein zu machen, ohne dass Schatz dabei sein und mich beschützen muss. Anfangs war ich noch sehr unsicher, hatte Angst ich könne vor lauter Aufregung wieder alles falsch machen und schlimmstenfalls nen Unfall bauen. Aber nachdem ich jetzt seit ein paar Wochen immer mehr fahre, macht es mir sogar Spaß und ich fühle mich beim Fahren irgendwie frei und trällere sogar manchmal ausgelassen zu meinen CDs mit *schmunzel* – oja ich kann sehr albern und ausgelassen sein 🙂

Jetzt hab ich ganz vergessen, was ich eigentlich schreiben wollte, warum es mir überhaupt schlecht geht. Tja – das ist wie so oft so ne Sache… Ich weiß es nicht einmal, warum es mir nicht gut geht. Ich fühle mich einfach nur niedergeschlagen. Wobei… jetzt im Moment eigentlich nicht, jetzt im Moment hab ich mich durchs Schreiben wieder daran erinnert, wieviel Spaß es mir macht Auto zu fahren… Damit hat das Bloggen schon den ersten Pluspunkt gesammelt – mir geht es jetzt besser 🙂 Sehr schön. Allerdings ist das bei mir nie so sicher – denn meine Stimmungen können mich leider sehr überrumpeln. Ich kann in diesem Augenblick total gut drauf sein und im nächsten Augenblick überrollt mich eine absolute Welle der Traurigkeit. Wenn ich Glück hab, dann fällt mir bei angestrengtem Nachdenken dann auf/ein, welches Fuzelchen denn solche Gefühle in mir ausgelöst hat. Wenn ich Pech habe, fällts mir nicht ein und ich bin noch niedergeschlagener.

So.. meinen ersten Eintrag hab ich besser hingekriegt als ich dachte – ich denke auch Eigenlob darf mal sein… Jetzt werde ich mir mein Buch schnappen und vor dem schlafen noch etwas lesen. Zur Zeit lese ich von Celine Kiernan „Geisterpfade“. Das ist der zweite Teil einer Trilogie und der erste Teil „Schattenpfade“, der letztes Jahr rauskam, war schon total klasse.

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