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Der heutige Tag riecht gut. Wahnsinnig gut sogar.

Ich hatte heute mal wieder ne Therapiestunde… wobei man diese mittlerweile nicht mehr Therapie nennen kann. Es ist eigentlich eher nettes und witziges Geplauder und ein alles-auf-den-aktuellen-Stand-bringen. Außerdem ordnen wir meist das, was ich noch vor mir herschiebe und legen fest, dass  und wann ich das erledigen soll. Auch meine Therapeutin meinte, ich hätte eine ganz andere Ausstrahlung als sonst. Ich würde sehr glücklich und strahlend wirken… von innen heraus : ) wie schön… denn so fühle ich mich auch. Vorgestern weniger, gestern und heute wieder mehr. Es schwankt nach wie vor, aber bei weitem nicht mehr so extrem und lang auf die negative Seite.

Jedenfalls muss ich zur Therapie immer auf das Gelände der Bezirksanstalt und das ist wie ein kleines Dorf und ist vollkommen von Grün umgeben und das riecht soooo gut dort im Frühling, Sommer und Herbst. So gut, dass ich heute mit geschlossenen Augen und schnüffelnd umherging. Angst, als bekloppt bezeichnet zu werden? Nein – da laufen sowieso nur Psychoknaller rum, da bin ich ein kleines Licht : D… Und es riecht doch so gut…

Auf dem Heimweg ging ich noch bei der Post vorbei um ein Päckchen abzuholen, dessen Ankunft ich gestern verschlafen hatte und daheim hab ichs natürlich sofort aufgemacht. Fortuna war mir (wie so oft zur Zeit) wieder einmal hold und ich hab bei “Der schwarze Planet” anlässlich des 2. Geburtstags was gewonnen.

Das Auspacken entlockte mir unzählige “Aaaawwwws” und “Ooooohs” und noch einige Quietscher dazu, soooo sehr hab ich mich gefreut : )… Das war beinahe wie Geburtstag – nur dass ich nicht den ganzen Tag angerufen wurde. Also war es quasi schon irgendwie besser als Geburtstag. Sehr toll : ).

Und das ganze war soooooo liebevoll eingepackt – ich war so entzückt, dass ich das gleich noch festhalten musste. So obertoll.. hach.. Danke, danke, danke, liebe Shan Dark <3

Ich wünsche dir noch viele weitere erfolgreiche Jahre mit deinem Blog : )…

 

Drin war übrigens das hier —>

Ein “Nightmare on Sesamstreet“-T-Shirt und “Do not cross: Zombie Outbreak”-Absperrband – beides aus den USA. Die Zombie Apocalypse kann kommen und ich hab dabei sogar noch was anzuziehen ;D. Außerdem Wirbelsäulen-Klebeband aus Canada – kann man immer brauchen *g*, das “Berge des Wahnsinns”-Lovecraft-Hörbuch – wird andächtig mit dem Liebsten bei Kerzenschein und Wein angehört und Absinth in einer absolut tollen Flasche – nomnomnom : ).

Ich wiederhole mich, aber: vielen, lieben Dank : ) <3

Lange nicht mehr geschrieben – die Zeit rennt und ich werde mitgerissen. Ich werde durch den Tag wie durch einen Wildwasserkanal im Erlebnisbad gespült. Oh wie ich diese Dinger hasse. Ich bin kein besonders guter Schwimmer und ich bekomm Panik, wenn mein Kopf unter Wasser gerät – hatte da als Kind so eine kleine “Scheiße-ich-ertrinke-Erfahrung”. Aber das ist jetzt gar nicht das Thema. Ich bekomme auch keine Panik, wenn ich durch den Tag gesogen werde, nur am Ende ärgere ich mich immer ein bisschen und denke “Verflucht… wieder nicht alles geschafft, was ich wollte…”

Der Buchblog-Umzug frisst mehr Zeit, als ich erwartet hatte – viel mehr Zeit, um genau zu sein. Dann trudeln auch noch ständig neue Bücher ein – Rezensionsexemplare, Gewinne (ja.. Fortuna ist mir zur Zeit mehr als hold) und letzten Monat sogar 3 als Geschenk (was aber daran lag, dass ich Geburtstag hatte… hab ich nämlich einmal im Jahr)… Ja, ich weiß – ich bin wahnsinnig bemitleidenswert. Ich habe endlich mehr Erfolg mit dem was mir wahnsinnig viel Spaß macht – [[sei endlich ruhig]].

Aber es ist doch immer so, dass der Mensch an sich über das jammert, was IST. Zu wenig los – Scheiße. Zu viel los – Scheiße. Mittelmäßig viel los – Langweilig, ergo: Scheiße. Ich glaube, man könnte wunderschön aussehen, viel Geld haben und ein perfektes Leben mit den liebsten Menschen führen und dann wäre es bestimmt immer noch nicht recht. Aber das ist wohl ein Thema über das man ewig diskutieren könnte. Und überhaupt und sowieso muss ich mir darüber keine Gedanken machen, weil das nie eintreffen wird.

Und obwohl ich soviel weniger habe als das eben beschriebene, bin im im Moment sehr zufrieden mit meinem Leben und glücklich. Ja.. ich kann sagen: “Ich bin glücklich.” – hätte ich nie wirklich für möglich gehalten. Ich bin nicht gesund und das werde ich nie sein – höchstens irgendwann mal im besten Fall größtenteils frei von Symptomen, aber ich komme jetzt viel schneller aus den, nach wie vor fast täglichen, Tiefs raus. Früher war es so, dass mich nichts und niemand aufmuntern konnte – nur die Zeit hat das immer vergehen lassen – VIEL Zeit. Jetzt nimmt sich der Liebste, der übrigens Sascha heißt, meiner an und innerhalb von einer höchstens halben Stunde fühle ich mich wieder okay. Egal ob ich stinkwütend war oder total traurig oder hoffnungslos oder voller Selbsthass. Er schafft es immer, einen Ausgleich zuschaffen und mich wieder “auf den Boden zurückzuziehen”.

Ich stelle mir das bildlich gesehen so vor: Wenn meine Gefühlsflashs kommen, hebe ich vom Boden ab und fang an wegzufliegen, wie ein Luftballon der mit Helium gefüllt ist. Aber seit er in mein Leben getreten ist, habe ich ein Seil um den Bauch. Es ist ziemlich lang und ich fliege immer noch weg – aber er hat das andere Ende in der Hand und zieht mich dann langsam wieder auf den Boden zurück. Ohne Druck – er lässt mich wegfliegen und auch ne Zeit lang oben, aber irgendwann fängt er an mich langsam wieder runterzuholen. Nicht zu schnell, sondern so, dass ich Zeit hab, die Gefühle oben zu lassen, nur um dann ganz sanft wieder auf dem Boden aufzusetzen. Das ist .. wundertoll und beruhigt und.. befreit…

Wenn ich wütend bin, beruhigt er mich. Wenn ich traurig bin, tröstet er. Wenn ich Nachts allein bin, schlecht träume und dann Angst habe, ruft er an – egal wann. Wenn ich weine, nimmt er mich in die Arme, hält mich und sagt, es wäre okay und gut, alles rauszuweinen. Wenn ich Schwachsinn rede und überdreht bin, albert er mit, achtet aber darauf, dass ich nicht von dem Hoch-Extrem ins Tief-Extrem falle. Wenn er merkt, dass sich ne Krise anbahnt und ich beginne zu dissoziieren, fragt er nach, wie hoch meine Spannung gerade ist und schlägt mir Skills vor, von denen ich ihm erzählt habe – wenn ich sie vor lauter Spannung vergesse.

Es klingt beinahe zu schön um wahr zu sein. Dieses Gefühl von “Ich bin nicht mehr alleine – wir führen ein Leben zu zweit und haben immer noch uns” gibt mir wahnsinnig viel Auftrieb. Ich bin noch motivierter, meine Probleme in den Griff zu kriegen und reiße mich noch öfter zusammen. Oft hab ich eigentlich keinen Bock Dinge zu erledigen und manchmal sogar immer noch Angst. Aber ich behalte dieses Gefühl in mir bzw. für mich, denn wenn ich es ausspreche, ist es präsenter und ich fang an mich reinzusteigern und dann geht gar nichts mehr und die Blockade ist da. Also steh ich pünktlich auf, wenn ich weiß, dass sich irgendwelche Handwerker ankündigen oder ich weiß, dass ich ein Paket bekomme.

Ich schreibe mir auf, wann ich mit wem Termine machen muss, stelle mir auf dem Handy Erinnerungen, vergesse nicht mehr absichtlich und rufe dann selber an. Diese Woche z.B. bei der Tierärztin und heute Vormittag beim Heizungsmenschen. Es macht mich wahnsinnig nervös, wenn ich anrufe, keiner abhebt und ich dann nochmal anrufen muss – aber ich behalte es für mich und versuche es weiter. Mit dem Wissen, dass ich immer noch Mama fragen kann, wenn absolut nichts mehr geht. Aber ich will diese Möglichkeit nicht mehr ausnutzen. Denn wenn ich Kinder habe, dann verlässt man sich auf -mich-, dann bin -ich- “Mama, die das schon regelt”.

Was sich noch verändert hat ist, dass ich wieder motivierter bin, was das Sauberhalten meiner Wohnung angeht. Ich mache wieder einmal die Woche komplett sauber – wie zu den Zeiten, als ich noch arbeiten ging und ich steh allgemein wieder relativ früh auf und falle dann dementsprechend erschöpft noch vor Mitternacht ins Bett. Sascha und ich haben beschlossen, zu versuchen, unseren Tagesablauf zu synchronisieren und es funktioniert – auch wenns in den ersten Tagen sehr schwer für mich war. Wir versuchen so gut es geht, unser Leben gemeinsam zu leben – auch wenn es noch gut ein Jahr eine Fernbeziehung sein wird. Wenn wir beide daheim sind, lassen wir die Webcam laufen, auch wenn wir gerade etwas anderes machen und wir stehen mehr in Kontakt, als in manchen meiner Beziehungen die körperlich näher waren.

Weitere Veränderungen: Mir fällt auf, dass ich ganz anders auf Leute wirke, die mich noch nicht kennen. Ich habe das Gefühl, mit meiner witzigen und teils auch verrückten Art gut anzukommen und das obwohl ich keine tolle Figur habe, wovon ich immer dachte, dass das die größte Rolle spielt, wenn man neue Leute kennen lernt. Ich schäme mich nicht mehr in der Öffentlichkeit, trau mich wieder ich selbst zu sein. Kann Blödsinn machen und mich absichtlich peinlich benehmen und dann drüber lachen, wenn Fremde kuken… Mein “altes Ich” kehrt langsam Stück für Stück zurück… Ich mag mich sogar den Großteil der Zeit selber und was mir noch bestätigt, dass sich was verändert hat, ist, dass Mama, die mich mit am Besten kennt von den Leuten in meinem Umfeld, letztens schniefend sagte “Ich hab dich noch nie so glücklich und unbeschwert erlebt… das ist so schön..” und “Ich hab das Gefühl, dass langsam Normalität eintritt. Nicht in deinem Kopf (Anm.: danke – das ist mir wichtig :D ), sondern in deinem Alltag.”

Wie gesagt.. ich kann nur immer wieder betonen, dass ich sowas nie für möglich gehalten hätte, aber nun ist es so und es ist toll. Meine Verlustangst ist immer noch da, aber bei weitem nicht mehr so stark wie früher. Instinktiv weiß ich, dass er nicht mehr gehen wird und das Zitat aus Paulo Coelhos Buch “Elf Minuten”, nämlich ” Die wichtigsten Begegnungen sind von den Seelen abgemacht, noch bevor die Körper sich sehen. “ stimmt tatsächlich. Aber ich schätze, wer sowas noch nie erlebt hat, wird einfach nur den Kopf schütteln und sagen “Du steckst sowas von in der Scheiße, wenn diese Beziehung kaputt geht…” Was wohl auch stimmen würde.

Was noch auffällt ist, dass die spirituelle Ader wieder mehr hervortritt. In den letzten zwei Jahren war ich wahnsinnig mit meiner Psyche und oft auch mit meinem emotionalen Leid beschäftigt, so dass meine Beschäftigung mit dem Naturglauben zum erliegen kam. In den letzten Wochen melden sich wieder häufiger die Instinkte. Mein Bauchgefühl, bevor irgendetwas passieren wird, ist wieder überaus deutlich zu spüren – nun sollte ich nur noch wieder darauf vertrauen lernen und nicht denken “Aaach… ist doch nichts…”.

Fazit: Alles in allem läuft mein Leben zur Zeit richtig gut. Endlich mal. Ich frage mich ab und zu “Wann verpasst mir das Leben den nächsten Kinnhaken?” … und ich gehe davon aus, dass das auch früher oder später passieren wird, weil das eben immer passiert. Aber ich glaube mit diesem einen Menschen an meiner Seite, werd ich wohl auch das nächste Tief überstehen.
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Weitere Gedanken:

Ich weiß, dass das hier mein Blog ist und ich schreiben kann, was ich möchte. Aber ich frage mich trotzdem, ob ich den Blog hier noch weiterführen sollte. Nicht, weil mir Schreiben keinen Spaß mehr macht – im Gegenteil. Aber ich wollte diesen Blog ja führen, um anderen Betroffenen Mut zu machen, um aufzuklären und um zu zeigen, dass man mit Borderline leben kann… irgendwie zumindest. Ich habe an meinem Leid teilhaben lassen, durch solche Worte fühlen sich andere Leidensgenossen mit einem verbunden und sich weniger alleine und jetzt… ist alles so anders in meinem Leben. Borderline ist noch da – wird es immer sein, tief in mir. Aber es ist nicht mehr im Vordergrund… rückt langsam in den Hintergrund…

Jetzt, wo es mir so gut geht, kommt mir das was ich schreibe vor, als würde ich den betroffenen bzw. kranken Lesern hier höhnisch die Zuge rausstrecken, so alá “Haa-haa, mir gehts gut, euch nicht.” Auch wenn ich das nicht vorhabe… Aber ich will nicht triggern… Auf gar keinen Fall möchte ich das…

Wie seht ihr das?

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… und so rollen das Morli und ich Tag für Tag glücklich übers Sofa… <3

Unbezahlbar…

x unterwegs sein und wissen, dass jemand immer an einen denkt – unbezahlbar
x im Bad stehen und den Herzmensch im Wohnzimmer hören – unbezahlbar
x die ganze Zeit von einem Ohr zum anderen grinsen müssen – unbezahlbar
x immer wieder vor Glück feuchte Augen kriegen – unbezahlbar
x stundenlang eine Person ansehen zu können ohne sich zu langweilen – unbezahlbar
x intuitive Gewissheit haben – unbezahlbar
x zu lauter Musik tanzen, singen und fett grinsen – unbezahlbar
x immer wieder spontan quietschen müssen – unbezahlbar
x ein toller Abend mit tollen Menschen – unbezahlbar
x Freunde die darauf achten, dass dein Ausschnitt noch sitzt, wenn du betrunken bist – unbezahlbar
x Freunde die sich mit dir freuen – unbezahlbar
x Freunde die dir verzeihen und keinen Schirm aufspannen, wenn du betrunken bist und eine feuchte Aussprache hast – unbezahlbar
x verfahrene zwischenmenschliche Beziehungen aufklären – unbezahlbar
x von mehreren Seiten gesagt bekommen, dass man trotz Übergewicht eine sexy Ausstrahlung hat – unbezahlbar
x immer zwei bepelzte, schwarze Vierbeiner um sich zu haben – unbezahlbar
x mit einem grinsen einschlafen und mit einem grinsen aufwachen – unbezahlbar
x kitschig sein und sich nicht dafür schämen – unbezahlbar
x Bauchkribbeln – unbezahlbar
x über alles offen reden und bedingungslos vertrauen können – unbezahlbar
x keine Angst haben – unbezahlbar
x offen und witzig mit fremden Menschen umgehen können – unbezahlbar
x sich von Musik und Worten berühren lassen – unbezahlbar
x sich auch für das Glück anderer aufrichtig freuen können – unbezahlbar
x wissen wofür die schlechten Zeiten gut sind- unbezahlbar
x Lebenslust – unbezahlbar
x besten Freund, Seelenverwandten und Geliebten in einer Person finden – unbezahlbar

x glücklich sein – … wunderschön <3

Vom Begehren einer Seele

Das Leben scheint es derzeit gut mit mir zu meinen. Eine Tür schlägt mit einem lauten Knall zu, ich schaffe es gerade noch die Finger zurückzuziehen, um nicht eingeklemmt zu werden, um keinen Schaden davonzutragen. Dann beschließe ich, mich gepflegt am Arsch lecken zu lassen und in dieser “ihr könnt mich alle mal sowas von..”-Stimmung öffnet sich plötzlich eine Tür, hinter der es so dermaßen strahlt, dass du denkst, du wirst blind – aber wie ein Reh starrst du in dieses Licht, unfähig dich auch nur einen Millimeter abzuwenden – völlig paralysiert.

Das Begehren eines anderen Menschen, eines Körpers – alles schon dagewesen. Jedoch nicht das derartige Begehren einer Seele. Das Bedürfnis, nicht nur den Körper zu berühren, sondern das Herz. Die Seele andächtig zu streicheln und fasziniert zu bewundern, weil du dachtest, es wäre nicht möglich, dass sie in einem Menschen genau so, in dieser Form, existieren kann, die du dir immer gewünscht hast. Von der du dachtest, es wäre ein unerreichbares Geflecht aus Sehnsucht und unerfüllten Wünschen.

Und dann ist sie plötzlich überall. Vor dir – sie wirbelt um dich herum, hüllt dich ein, erwärmt auch deine eigene Seele und du bist einfach nur völlig hingerissen und weinst vor Glück, weil du das alles nicht glauben kannst. Weil du, hätte es dir jemand von sich so erzählt, gesagt hättest “So ein Unsinn, so etwas ist irrational und nicht möglich – komm mal wieder klar.”

Und auch wenn dir “Never Forever” nach wie vor im Nacken sitzt, ist dir alles egal. Du genießt dieses unbeschreibliche Gefühl, suhlst dich darin und bist dankbar dafür, so etwas erleben zu dürfen, auch wenn dir klar ist, dass das irgendwann vorbei sein kann. Denn sollte dem so sein, kannst du sagen “Ich durfte etwas fühlen, das viele Menschen auf dieser Welt niemals fühlen werden.”

Worte sind ein Kleid aus Feuer und bringen Herzen zum schmelzen…

Hasst mich ruhig für diesen Schmalz ; ).

Momentaufnahme

…normalerweise bin ich eigentlich ganz normal…
*tanz*

Never Forever

Das neue Motto des Blogs und wohl auch ein bisschen mein neues Motto.

Never Forever. Nichts ist für immer, denn allerallerspätestens mit dem Tod enden Geschichten – aber meistens schon viel, viel früher. Nach Tagen, wie z.B. extreme Stimmungstiefe, nach Wochen, wie so mancher Schmerz oder nach Jahren, wie so manche Beziehung.

Klar.. auf den ersten Blick klingt das natürlich sehr negativ. Aber andererseits hilft es, sich nicht an alles so extrem zu klammern, wie ich das nun mal gerne mache. Dinge enden und neue Dinge beginnen, welche dann wieder enden, nur damit wieder etwas Neues beginnen kann.

Zur Zeit fühl ich mich oft wahnsinnig allein. Schwer sowas zuzugeben – kommt nie gut an und wirkt irgendwie jämmerlich… Vor allem um die Ostertage gings mir ganz und gar nicht gut und die Abende endeten meist in Tränen. Familie zu weit weg, Freunde keine Zeit, Partner nicht vorhanden. Nur die Katzen und ich… Damit hab ich aber wahrscheinlich schon mehr als viele andere Singles – ständig zwei Lebewesen um mich, die mich offenbar lieben. Aber ersetzen kann das natürlich nicht. Und es ist auch nicht so, dass ich nicht Kontakte über Internet oder Telefon hätte – z.B. telefoniere ich trotzdem viel mit Mama. Aber es ist eben die Nähe die mir fehlt. Wahrscheinlich normal…

Trotzdem scheint mir “Never Forever” ein guter Grundsatz zu sein, den es sich lohnt im Hinterkopf zu behalten und der mich vielleicht auch etwas schützt…

Heute war ich schon unterwegs und den restlichen Tag verbringe ich mit Buch, Notebook, Kuscheldecke, Katzen und Tee auf der Couch. Im Hintergrund Musik und YankeeCandle-ChristmasCookie-Duft. Ich bin irgendwie in herbstlicher Stimmung…

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